Gedichte über Tiere

Früher hatte ich einen Freund,
Es war mein Hund.
Wir hatten viel Spass,
die Welt war so bunt.

Ich weiß noch wie wir spielten und tobten
ein braver Hund, den viele lobten,
der treuste Freund, den es gibt
von jedermann wurd` er geliebt.

Kinder mochte er besonders gern,
sie kamen an von nah und fern.
Treu war er immer für mich da,
das Leben mit ihm war einfach wunderbar!

Heute habe ich einen Freund,
es ist mein Hund.
Doch ist die Welt für uns
schon lang nicht mehr bunt.

Ein Kampfhund ist er jetzt - wie jeder weiß,
die Menschen sehen die Hunde nur noch schwarz-weiß.
Hunde werden nun unterteilt,
in Hund oder Kampfhund, ganz übereilt.

Leider wurde ein neues Gesetz erlassen,
die Menschen fingen an, meinen Hund zu hassen.
Bisher war er bei jedermann beliebt,
nun es nur noch böse Blicke für ihn gibt.

Kinder wollen ihn streicheln voller Glück,
panische Eltern rufen sie entsetzt zurück.
Um Gottes willen, fass ihn nicht an,
das ist ein Kampfhund, der hat schon vielen was getan.

In der Zeitung stehts, und die müssen es ja wissen,
Hunde wie diese haben viele schon totgebissen.

Ich haben einen Freund, den liebe ich sehr
ich wünsche mir die alten Zeiten wieder her.
Ich möchte sehen, wie er über die Felder rennt,
gestreichelt wird von anderen, so wie er es kennt.

Geachtet wird als Lebewesen,
so wie es früher auch gewesen.
Geliebt wird wieder von jedermann,
denn er hat doch nichts getan.

Hundeträume
Sag mir,wovon du träumst,
schlafender Hund.
Von einem Leben ohne Kette-
und einem weichen,warmen Bette.
In meiner Schüssel reichlich Futter-
und einer zärtlich guten Mutter.
Von der Sanftmut meines Herrn-
in der Dunkelheit ein Stern.
Von einer Katze ohne Krallen-
und daß nie mehr Schüsse fallen.
Zwischen Nachbarn keine Feindschaft-
unter allen Rassen Freundschaft.
Weder Folter, weder Schmerzen-
und nicht kalt verschloss`ne Herzen.
Ohne Maulkorb, Zwinger, Hiebe:
Von einer Welt aus lauter
Liebe!


Gedanken eines Kampfhundes
An euch Menschen:
Ich kann leider nichts sagen,
bin nur ein Hund
und werd geprügelt seit Tagen.

Wenn ich nur schreiben könnte,
schrieb ich euch ein Gedicht
und hätte Tränen im Gesicht.

Man sagt, ich wäre ein Kampfhund,
und dass ich gefährlich bin.
Öffnet Eure Augen,
und schaut genauer hin!

Bin ich nicht nur ein Werkzeug,
von Menschen scharf gemacht,
von diesen skrupellosen,
die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und beiße auch,
doch so einen Hund wohl keiner braucht.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit dem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,
durch Todesspritze oder Schuss,
geb ich euch Menschen einen Rat,
ich bin ein Hund, ein Kamerad.

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein.
Und lasst die Hunde Hunde sein.
Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist,
der weiss, dass manch ein Mensch nicht besser ist


Wesenstest
Nun gib mir endlich einen Grund
dich einzuschläfern blöder Hund...
Bin Wesenstester, muss es wissen.
Wie viel hast du schon gebissen ?

Als Kampfhund bist du einst geboren,
das sieht man deutlich an den Ohren.
Bist aggressiv, gemein und wild -
so stand es gestern in der "BILD".

Ich brech dir mit dem Stock die Knochen
das bringt dich sicherlich zum Kochen.
Hör auf zu wedeln, will's nicht seh'n
du musst mir an die Kehle geh'n.

Hör auf zu winseln, will's nicht hören
mich kannst du damit nicht betören.
Vielleicht, das kann gut möglich sein,
fällt dein Besitzer darauf rein.

Doch ich, ich weiss es einfach besser,
du bist und bleibst ein Menschenfresser.
Den treuen Blick, den kannst du lassen,
ich muss und will und werd' dich hassen.

Ich sorg', dass du und all die anderen,
ganz flugs in den Container wandern.
Du knurrst und beisst und wehrst dich nicht,
wie es als Kampfhund deine Pflicht ?

Nun wehr dich endlich blöder Hund
kann dich nicht töten ohne Grund.


Tierheim (Hinter einem Eisengitter)
Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund,
er weint so bitter....
habt ihr mich denn ganz vergessen,
ihr Menschen, die mich einst besessen?

Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen,
ihr habt mich hier... allein gelassen?

Draußen kommt die finstre Nacht,
habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen,
nirgendwo ein warmes Kissen.

Müde von dem langen Stehen,
von dem Warten, von dem Sehen
und vom Weinen, von dem Jammern,
such' ich in der kalten Kammer
einen Platz, um auszuruh'n.

Um mich her sind and're Hunde,
jeder ist für sich allein.
Ängstlich heulen sie an Wände,
gegen harten, kalten Stein.

Blanker Stein, auf dem ich liege,
feucht von meinem Seelenschmerz
Wo sind die Menschen, die ich liebe?
Menschen...ohne Stein als Herz...

Lange konnte ich nicht glauben,
daß ihr mich wirklich nicht mehr wollt,
bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt und hab gegrollt.

Tagelang hab ich gewartet,
kein Futter hab ich angerührt.
Wochen...sind daraus geworden...!
von Euch - keiner zurückgekehrt!

Lange hab ich überlegt,
was habe ich euch nur getan?
Sicher war es furchtbar schlimm,
sonst hättet ihr das nicht getan!

Draußen vor dem Eisengitter
gehen viele, Tag für Tag,
schauen oft zu mir herüber,
aber keiner holt mich ab.

Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir,
doch wenn dann der Abend kommt -
geh'n sie heim und ich bleib hier!

Traurig stehe ich am Gitter,
wedle freundlich jedem zu
wer mich anschaut...?
kommt nicht wieder,
egal, ob ich noch wedeln tu'...

Lange Zeit ist schon vergangen...
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwann hab ich vergessen
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!

Warum?
Du hast in meine Augen gesehen,
da war es schon um dich geschehen,
Du hast mich mit nach Hause genommen,
ich bin ganz neugierig mitgekommen.

Du hast mich stolz spazieren geführt,
die Bewunderung der Passanten gespürt.
Du hast mit mir getobt und gespielt,
und dich eine Weile glücklich gefühlt.

Dann hab ich auf den Teppich gemacht,
da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
Dann mußt du fort, ich weiß nicht wohin,
ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.

Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit,
ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit,
dann hab' ich vor Frust die Möbel zerkaut,
das war dir zuviel, und du wurdest laut.

Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
und ich habe deinen Zorn gerochen.
Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus,

Du hast mir Futter und Wasser gegeben
und gedacht, das sei genug für mein Leben.
Du hast ein neues Spielzeug gefunden -
hattest die Nase voll von uns Hunden.

Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht,
mir nur noch meinen Freßnapf gebracht.

Dann hab' ich gewußt, bald ist es vorbei,
denn niemand hört meinen stummen Schrei.
Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
an einen neuen, besseren Ort.

Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
Ich frage dich, warum liebtest du mich?
Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.

Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen,
du hast mir mein ganzes Leben genommen.
Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen.
Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.

Dein Herz ist kalt, wird niemals warm.
Bei all dem Spielzeug bist du - arm...

Der alte Kettenhund
Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört,
und wüsst' mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang,
zum zehnten Mal leck' ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück
und nie werd ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg' ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.


Man hat mir meinen Hund genommen
Man hat mir meinen Hund genommen!
In der Nacht sind sie gekommen -
sagten, dass er bissig sei
und sie von der Polizei.

Er tat niemand was zuleide,
schlief sogar in meinem Bett,
war der Letzte meiner Freunde
und zu Allen ganz ganz nett.

Im Sommer hat es angefangen.
Die anderen Kinder sind gegangen,
durften nicht mehr zu mir gehen,
mich zum Spielen nicht mehr sehen.

Frag ich die Großen dann: "Warum?"
Sind sie vor Traurigkeit ganz stumm.
Mein Hund hat die falsche Rasse,
ist jetzt in der Kampfhundklasse.

Ach mein Kummer ist so riesig
und der Schmerz, der ist so groß!
Und ich frag mich immer wieder: "
Was ist bloß in Deutschland los?"

Ihre Augen sind wie Seen
und sie sind von Tränen blind.
Ach, sie können's nicht verstehen -
nicht nur, weil sie Kinder sind!

Ihre Augen sind wie Seen
und sie sind von Tränen blind!
Und ich frag mich immer wieder:
"Wo führt DAS nur hin, mein Kind?"

Für einen Freund
Bis vor kurzem hatte ich
einen Hund, den liebte ich.
Hast nichts Böses je verbrochen, warst dem Menschen zugetan,
heute hast du sterben müssen, gehörst der falschen Rasse an.

Warst Begleiter mir und Freund auf den Streifen in der Nacht,
alle Ausbildungen und Prüfung mit Bravour hast du gemacht.
Doch des Menschen blinder Haß
hat vor dir nicht Halt gemacht.

Wie oft hast im Einsatz du, eines Menschen Leb' gerettet,
bist mit Eifer und mit Mut in den tiefsten Schacht geklettert,
das verschollne Kind gewittert
und nach Haus zurück gebracht.

Hund, ich trauere um dich und um alle deiner Rassen,
hast deine Treue jetzt bezahlt,
weil du stets und sehr gelassen,
allen Menschen hast vertraut.

Deine Taten zählten nicht,
qualvoll war dein Tod durch Gift,
von des Hundehassers Hand,
Opfer einer Hexenjagd in diesem so verirrten Land.

Ich erinnere mich zurück,
denk an Stunden voller Glück,
seh dich laufen, seh dich toben mit deinen Freunden groß und klein,
jetzt siehst du mich von dort oben,
ja, sieh her mein Hund, ich wein'.

Sicher hast du dort gefunden,
deinen Frieden und dein Glück,
doch ich bleib allein hier unten,
bleibe ohne dich zurück.
Denk an unsere schönen Zeiten
gern erinnere ich mich zurück.

In Gedenken an alle Hunde,die in diesem Land hingerichtet werden.

Ein Brief aus dem Tierparadies
"Mein Herrchen",
ich bin es, Bonnie, dein Hündchen, der Dir diesen Brief schreibt.
Ich bin im Paradies der Tiere. Als wir in den Urlaub fuhren,
hieltest Du an und sagtest: "Steig aus Bonnie, steig aus".
Ich sprang aus dem Wagen und Du machtest die Tür zu und fuhrst fort.
Erst dachte ich, Du wolltest mir nur Angst machen,
aber als ich Dein Auto in der Ferne verschwinden sah, da wurde mir klar:
Du hast mich ausgesetzt. Es überkam mich eine große Angst und Traurigkeit.
Ich lief Dir nach, aber ich konnte Dich nicht mehr einholen.
Ich lief und lief - ohne zu wissen wohin
und dabei wurde ich von einem Auto angefahren
und in einen Graben geschleudert - ich konnte mich nicht mehr bewegen.
Da lag ich nun zusammengerollt vor Schmerzen,
und in meiner Not habe ich Dich um Hilfe gerufen,
aber Du warst schon weit weg. Deinem Urlaubsziel entgegen.
Nach langen Stunden des Leidens kam der Tod und brachte mich in sein Reich.
Nun bin ich hier im Tierparadies. Mein Herz ist so traurig.
Sag mir, warum hast du das getan? Hast Du mich so wenig lieb gehabt?
Wir sind sehr viele, die von ihren Familien ausgesetzt wurden,
alle haben ein gebrochenes Herz. Gott, der Dich und mich erschaffen hat,
möge Dir verzeihen.
"Dein Bonnie, der Dich so lieb hatte"

Verstoßen
Verstoßen! Ich begreif' das nicht -
wie konnte das geschehen?
Und denk' ich noch so lange nach,
ich werd' es nie versteh'n.
Die Welt ist doch so schrecklich groß
und ich so winzig klein -
wieso soll denn gerad' für mich
kein Platz zu finden sein?

Schau ich in die tiefste Ferne
Schau ich in die tiefste Ferne
meiner Kinderzeit hinab,
steigt mit Vater und mit Mutter
auch ein Hund aus seinem Grab.
Fröhlich kommt er hergesprungen,
frischen Muts den Staub der Gruft,
wie so oft den Sand der Straße,
v on sich schüttelnd in der Luft.
Mit den treuen braunen Augen
blickt er wieder auf zu mir,
und er scheint, wie einst, zu mahnen:
geh doch nur, ich folge dir!
Denn in uns'rem Hause fehlte
es an Dienern ganz und gar
doch die Mutter ließ mich laufen,
wenn er mir zur Seite war.
Besser gab auch keine Amme
je auf ihren Schützling acht,
und er hatte schärfre Waffen
und gebrauchte sie mit Macht.
Seine eignen Kameraden
hielt er mit den Zähnen fern,
Und des Nachbars Katze ehrte
ihn von selbst als ihren Herrn.
Doch, wenn ich dem alten Brunnen
spielend nahte hinterm Haus,
bellte er mit heller Stimme
meine Mutter gleich heraus.
Er erhielt von jedem Bissen
seinen Teil, den ich bekam,
und er war mir so ergeben,
daß er selbst die Kirschen nahm.
Wie die beiden Dioskuren
brachten wir die Tage hin,
einer durch den andern glücklich,
jede Stunde ein Gewinn.

Macht' ich nicht auch halb vom Tode
meinen treuen Pollux frei,
Ließ ich's nur, weil ich nicht ahnte,
daß ich selbst der Kastor sei.
Aber allzu bald nur trübte
uns der heitre Himmel sich,
Denn er hatte einen Fehler,
diesen, daß er wuchs, wie ich.
Und an ihm erschien als Sünde,
was an mir als Tugend galt,
da man mich ums Wachsen lobte,
aber ihn ums Wachsen schalt.
Immer größer ward der Hunger,
immer kleiner ward das Brot,
und der eine konnte essen,
was die Mutter beiden bot.
Als ich eines Morgens fragte,
sagte man, er wäre fort.
Und entlaufen, wie mein Hase,
doch das war ein falsches Wort.
Noch denselben Abend kehrte
er zu seinem Freund zurück,
Den zerbiß'nen Strick am Halse,
doch das war ein kurzes Glück.
Denn, obgleich er mit ins Bette
durfte, ach, ich bat so sehr,
war er morgens doch verschwunden,
und ich sah ihn niemals mehr.
Ward er an die Eisenkette
jetzt gelegt von seinem Herrn,
oder fiel sein Los noch härter,
weiß ich nicht, doch blieb er fern!
Schau ich in die tiefste Ferne
meiner Kinderzeit hinab,
steigt mit Vater und mit Mutter
auch ein Hund aus seinem Grab.

Wer sitzt denn da
Wer sitzt denn da, so ganz alleine...
...weil man ihn nicht mehr halten kann an der Leine?
Man hat ihn gekauft, weil er so süß dreinschaute,
und seine kleinen Welpenlaute
haben den Menschen unvernünftig gemacht -
und nun hat es eben doch gekracht.

Der süße kleine Welpe wurde groß
und riß sich von der Leine los;
er begann andere Hunde zu beißen,
und das sollte erst: "Der Anfang" heißen.
Der Hund begann, die Leute zu belästigen,
darauf wollte man ihn wieder an der Leine befestigen.

Doch der Hund wurde stark und sich seiner Kraft bewußt -
haben dies seine Besitzer denn nicht gewußt?
Der Hund schnappte nach fremden Personen
da dachten sich seine Leute:
Vielleicht würde sich ein Besuch im Tierheim lohnen!
Da könnten wir den Hund absetzen,
ohne ihn dabei zu verletzen.

Die Leute haben den Hund in das Auto gepackt,
ohne Halsband, praktisch ganz 'nackt'.
Der Hund vertraute seinen Menschen blind,
schließlich war er doch ihr liebes Hundekind.
Stets war er brav, durfte frei laufen
und auch mal mit anderen Hunden raufen.

Mutig hat er seine Menschen stets geschützt,
immer hat sein Gebell genützt,
daß der Fremdling wieder ist umgekehrt
und seine Leute blieben unversehrt..
Lobworte bekam er dafür keine,
nein, man schlug ihn sogar mit der Leine.

Doch der Hund hatte es im Blut,
daß man seine Leute schützt mit Mut!
Also vertrieb er stets brav - zähnefletschend - die Fremden;
doch warum muß er denn nun im Tierheim enden?
Warum wollten sie ihn nicht mehr haben,
warum darf er nicht mehr friedlich Knochen nagen?

Warum ist er plötzlich nicht mehr willkommen,
wo er sich doch so vorbildlich hat benommen?
Warum muß er denn nun hier sitzen?
Und die Welt sehen durch Ritzen?
Warum?
Weil die Menschen waren so dumm!

Sie haben dich gekauft, mein Kleiner,
über Erziehung hat niemand etwas gewußt, nein, wirklich keiner!
Man hat dich mal eben so gekauft,
damit wieder einmal etwas im Hause 'lauft'.
Daß durch ihr Unwissen so böse werden kannst,
daß jetzt jeder vor dir hat Angst,
das hätten sie wohl nie gedacht....

...sonst hätten sie diesen Fehler bestimmt nie gemacht!

An Dich, mein Mensch!
Ich bin's, Dein Hund.
Ich bin´s, den ihr alle so süss gefunden habt!
Ich bin´s, der kleine Fellknäuel, den ihr damals,
klein und putzig, ins Herz geschlossen habt!
Ich bin´s der niemanden etwas zu Leide tun würde!
Ich bin's, Dein Hund.
Ich bin´s Dein Hund, der Dich für immer begleitet hätte,
und der Dir, Mensch, die Treue geschworen hat!
Ich bin´s doch, Dein bester Freund.
Ich bin's, Dein Hund.
Ich bin jetzt groß und kräftig, habe einen seltsame Nase,
schneeweißes Fell und kleine traurige Augen.
Ich bin´s, der beschimpft und gejagt wird!
Ich bin´s, der für die Fehler der Menschen verantwortlich gemacht wird!
Ich bin´s doch, dein Hund.
Ich wollte ja mit den anderen Hunden spielen,
aber DU, MENSCH, hast es mir verboten.
Ich wäre so gerne spazieren gegangen,
aber DU, MENSCH, hattest nie die Zeit dazu.
Ich mochte die Kinder so gern,
aber DU, MENSCH, hast ihnen verboten, mit mir zu spielen.
Ich wollte mir die Welt ansehen,
aber DU, MENSCH, dachtest, es sei nicht nötig.
Ich bin´s, Mensch, der jetzt im Tierheim sitzt und auf sein Schicksal wartet.
Ich bin´s, Mensch, der nicht mit anderen Hunden klarkommt.
Ich bin´s, Mensch, der Angst vor Kindern hat.
Ich bin´s, Mensch, der sich in fremden Umgebungen fürchtet.

MENSCH, was hast DU mir angetan?

Anklage
Wieso zählt mein Leben soviel weniger
als das Deine?
Wir beide leben doch.
Mein Leben ist auf einmal wertlos?
Wieso sagtest Du mir, du würdest mich lieben?
Nur leere Worte aus Deinem Mund?
Ohne Wahrheit?
Ist Liebe nicht anders?
Als wir uns kennen lernten,
sagtest Du:
"Für immer soll es sein, das Band das uns verknüpft".
Ist denn "immer" schon vorbei?
Ist "immer" nur eine Laune?
Ist "immer" schon vorbei?
Als Du mich zu Dir holtest,
sagtest Du da nicht:
"Nie mehr ohne Dich".
Und jetzt war gestern "nie" !
Jetzt blick' ich allein zurück,
einsam, ängstlich.
Hatten eine lange schöne Zeit gemeinsam.
Aber alles im Gestern, kein Morgen mehr.
Mit der Zeit,
ich bin älter geworden,
ich und Du.
Aber ich bin immer noch ich.
Zu alt für Dich?
Das versteh' ich nicht.
Unsere Zeit war schön,
teilten Freud und Leid.
Du suchst jetzt nach et,was jüngerem.
Aber Du hast doch mich,
warum ist das Alter so wichtig für Dich,
und nicht für mich?
Gestern,
alles, was wir hatten,
vorbei für immer.
Heute bin ich wertlos.
Morgen mein letzter Tag.
Du hast es entschieden,
Tod als Erlösung.
Ich wollte noch soviel erleben,
gemeinsam mit Dir.
Meine Zukunft hast Du weggewischt.
über mein Leben entschieden.
Warum ?
Ein ganzes Leben zusammen,
es war perfekt.
Dir meine ganze Liebe geschenkt.
Meine Liebe zu Dir,
die stirbt mit mir:
Deine Tat.
Wieso verurteilst Du mich zum Tode?
Ich hab' doch nichts getan.
Wollte nur leben.
Leben mit Dir.............

Brief aus dem Tierparadies
"Mein Herrchen, ich bin es, Bonnie, dein Hündchen, die Dir diesen Brief schreibt. Ich bin im Paradies der Tiere. Als wir in den Urlaub fuhren, hieltest Du an und sagtest: "Steig aus Bonnie, steig aus". Ich sprang aus dem Wagen und Du machtest die Tür zu und fuhrst fort. Erst dachte ich, Du wolltest mir nur Angst machen, aber als ich Dein Auto in der Ferne verschwinden sah, da wurde mir klar: Du hast mich ausgesetzt. Es überkam mich eine große Angst und Traurigkeit. Ich lief Dir nach, aber ich konnte Dich nicht mehr einholen. Ich lief und lief - ohne zu wissen wohin und dabei wurde ich von einem Auto angefahren und in einen Graben geschleudert - ich konnte mich nicht mehr bewegen. Da lag ich nun zusammengerollt vor Schmerzen, und in meiner Not habe ich Dich um Hilfe gerufen, aber Du warst schon weit weg. Deinem Urlaubsziel entgegen. Nach langen Stunden des Leidens kam der Tod und brachte mich in sein Reich. Nun bin ich hier im Tierparadies. Mein Herz ist so traurig. Sag mir, warum hast du das getan? Hast Du mich so wenig lieb gehabt? Wir sind sehr viele, die von ihren Familien ausgesetzt wurden, alle haben ein gebrochenes Herz. Gott, der Dich und mich erschaffen hat, möge Dir verzeihen, ich kann es nicht. Deine Bonnie, die Dich so lieb hatte" , aber es gibt auch Gott sei Dank auch solche Menschen:

Hunde und Tierfreunde im Himmel
Ein alter Mann und sein Hund spazierten einen schmutzigen Weg entlang, auf beiden Seiten des Weges waren Zäune. Sie kamen zu einer Türe im Zaun und schauten in das Grundstück .Dort gab es schöne Wiesen und Waldstücke, genau so wie es ein Jagdhund und der Jäger lieben. Jedoch stand auf dem Schild „ Durchgang verboten „ - daher gingen sie weiter.

Sie kamen an ein schönes Tor, in welchem eine Person in weißer Robe stand; „ Willkommen im Himmel „ sagte diese. Der alte Mann war glücklich und wollte geradewegs mit seinem Hund eintreten; doch der Türwächter stoppte ihn. „ Hunde sind nicht erlaubt; es tut mir Leid, aber der Hund darf nicht mit Ihnen hereinkommen.“ -- „ Was ist denn das für ein Himmel, wo Hunde nicht erlaubt sind? Wenn ER nicht mit hinein darf, dann bleibe ich mit ihm draußen. Er hat mich sein Leben lang begleitet, da kann ich ihn doch jetzt nicht einfach zurücklassen! „

„ Sie müssen wissen, was Sie tun – aber ich warne Sie, der Teufel ist auf diesem Weg und wird versuchen, Sie zu überreden, bei ihm einzukehren. Er wird Ihnen alles versprechen – aber auch bei ihm sind keine Hunde erlaubt. Wenn Sie Ihren Hund jetzt nicht hier zurücklassen, dann bleiben Sie bis in alle Ewigkeit auf diesem schmutzigen, steinigen Weg.“

Der alte Mann ging weiter mit seinem Hund. Sie kamen an einen heruntergetrampelten Zaun ohne Tor, lediglich mit einem Loch. Ein alter Mann stand drinnen. "„Entschuldigen Sie bitte, mein Hund und ich sind sehr müde; macht es Ihnen etwas aus, wenn wir reinkommen und uns etwas in den Schatten setzen? "
„ Aber nein – kommen Sie ruhig herein, dort unter dem Baum ist auch Wasser. Machen Sie es sich ruhig bequem! „
„ Haben Sie wirklich nichts dagegen, wenn ich meinen Hund mit hereinbringe? Ein Mann dort unten auf der Straße sagte mir, daß Hunde nirgends erlaubt sind.“
„ Ja, würden Sie denn hereinkommen, wenn Ihr Hund draußen bleiben müsste? „
„ Nein, mein Herr, darum bin ich auch nicht den Himmel gekommen, nachdem dort Hunde nicht willkommen sind; da bleibe ich lieber bis in alle Ewigkeit auf dem steinigen Weg. Aber mit etwas Wasser und Schatten wären wir schon zufrieden. Ich komme auf keinen Fall herein, falls mein Hund und Freund draußen bleiben muss. „
Der Mann lächelte und sagte: „ Willkommen im Himmel! „

„ Sind Sie sich sicher, daß hier der Himmel ist, und daß Hunde erlaubt sind? Wie kommt der Mann da unten denn zu der Aussage, daß Hunde im Himmel NICHT erwünscht sind? „ Das da unten war der Teufel , der alle Leute zu sich holt , die ein komfortables Leben haben möchten und dafür bereit sind , auf den Begleiter Ihres Lebens zu verzichten. Diese finden dann schon bald heraus, daß ihre Entscheidung ein riesengroßer Fehler war – aber dann ist es zu spät. Die Hunde kommen hierher, die schlechten Menschen aber bleiben dort beim Teufel. Gott würde es nie erlauben, daß Hunde aus dem Himmel verbannt werden. Denn er erschuf sie, um Menschen im Leben zu begleiten; warum sollte er daher die beiden im Tod trennen?
In Gedenken an viele meiner Kumpel,
die nicht so viel Glück hatten wie ich...

Bonzos Gedicht
Abends wird mir furchtbar kalt,
denn der Winter kommt nun bald.
Ich habe 14 Jahre lang nie das Haus gesehen, nur die Bank.
Die Bank im Kuhstall ist mein Korb,
kalt und zugig immerfort.
Ich bin ein Hofhund und wache hier,
doch ich kann es jetzt nicht mehr.
So träge bin ich jetzt geworden,
jeder Knochen tut mir weh.
Ach, wär' ich doch am warmen Ofen und dürft' ich nur mein Herrchen sehn.
Mit letzter Kraft geh ich zur Bank und lege mich hinunter,
hinauf kann ich schon lang nicht mehr, mein Bett ist lang darunter.
Ich durfte nie im Hause sein,
schlief friedlich nun im Kuhstall ein.
Herr, was wirst Du tun mit Deinem neuen Hund,
wenn jetzt der Winter kommt?
Ins Haus darf er nicht mit hinein,
das ist ja ungesund.
Er wird genau wie ich einst war,
im Stalle sein und frieren,-
Frag mich ganz ernst, hast Du ein Herz?
Mitleid mit deinen Tieren?
Wie kann ein Mensch denn so was tun,
und dabei friedlich schlafen?
Er liebt Dich so, Dein neuer Hund,
man sollte Dich bestrafen!

Darf ich mal fragen?
Ich gehör', glaub ich, zu diesen Rassen
die jetzt fast alle so hassen
Getan hab` ich nichts
ohne Rolle dies ist
Deutschland ist mein Heimatland
ist das denn keinem bekannt?
Denn ich bin hier geboren
das hab' ich mir nicht auserkoren
Ich wurde einfach im Stich gelassen
und kann es noch gar nicht fassen
Ein Schild um den Hals
wo drauf steht wie ich heiß`
damit der, der mich findet
dieses auch weiß
Einfach gegangen und angebunden
mein Herz ist nun voller Wunden
Andere wurden von Ihrer Familie genommen
wenn ich dran denk', wird mir beklommen
Lernt uns doch einmal richtig kennen
vielleicht würd' Ihr uns dann nicht mehr so bös' benennen
Ich glaub', ich träum`
kommen da Menschen, um uns zu retten?
Am liebsten würd' ich wetten
und wenn Sie es dann nicht schaffen und ich verlier'
dann ich Euch Politiker "gratulier`"
Mein Mitgefühl mit den nächsten Rassen
die geopfert werden von Euren Hassen
Werd` später im Himmel all die anderen von uns treffen
hoffen, wir werden können dies vergessen
Denn unvorstellbar, was Du uns tust
Du bist und bleibst für uns das höchste Gut
Von einem Menschen geliebt zu werden
ist für uns doch das Höchste auf Erden
Darf ich mal fragen:
muss ich jetzt STERBEN?


Das Weltgewissen
Es klagt das Weltgewissen
die ganze Menschheit an:
was habt ihr mit den Tieren,
was habt ihr mit dem Tier getan?
Das euch in Liebe nahte,
das euch verbunden war,
und manches Opfer brachte,
nicht achtend der Gefahr!
Nun sind sie ausgeliefert
der größten Qual und Pein,
und sollten unsre Brüder
in allen Nöten sein!
Ihr aber seid so herzlos
und hört ihr Klagen nicht!
Ihr kommt, wenn ihr´s nicht ändert,
dereinst vor das Gericht!
Ihr seid schon jetzt gerichtet
durch euer eignes Tun,
euch ewig anzuklagen,
wird keins der Tiere ruhn.
Gar groß ist die Bedrängnis,
unsagbar Leid und Schmerz,
bis ihr begreift und umkehrt!
Gott gab auch euch ein Herz!
Dass es in Liebe schlage,
für alles, was da lebt,
und ihr die volle Würde
den Tieren wiedergebt!
Denn eure eigne "Würde"
sie ist vor Gott nichts wert,
wenn ihr nicht in den Tieren
den Schöpfer selber ehrt!

Der alte Hund
Ich traf ihn in einem Park, er saß ganz alleine da.
Sein Gesicht schien sorgenvoll, doch seine Augen, die waren klar.
Sein Zuhaus, das war ein Heim,
dort konnte er nicht geborgen sein.
Eingesperrt und aufbewahrt,
warten, bis der Tod sich naht.
Der alte Hund war abgehau'n aus einem Pflegeheim
Der alte Hund wollte nicht sein Leben hinter Gittern sein.
Er lief dorthin wo er früher lebte, um noch mal daheim zu sein.
Suchte da nach seinem Herrchen, doch der wohnt im Altersheim.
Ihr Zuhaus, das war nicht mehr,
alles steht einsam und leer.
Bei seinem Herrn durfte er nicht sein,
jetzt sind Mensch und Tier allein.
Der alte Hund war abgehau'n aus einem Pflegeheim
Der alte Hund wollte nicht sein Leben hinter Gittern sein.


10 Jahre schon
bin allein, es ist schon Nacht
und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett
bewache seine Ruh'.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die mein Herr versprach,
erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört –
und wüßt' mein Herr auch, was mir fehlt
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal
leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück,
und nie werd' ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern' ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei.