Hunde vom Gnadenhof evakuiert

Pressemitteilungen
 
„Gnadenhof“ Dörrieloh: OVG stärkt Veterinäramt den Rücken
28.06.2011

Beschwerden der Betreiberin zurückgewiesen

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat jetzt sämtliche Beschwerden der Betreiberin eines „Gnadenhofs“ in Dörrieloh (Gemeinde Varrel, Landkreis Diepholz) gegen Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Hannover zurückgewiesen. Zugleich bestätigte das Gericht damit auch die Anordnungen des Diepholzer Veterinäramtes. Die Kosten der fünf Eilverfahren wurden der Beschwerdeführerin auferlegt.

Dr. Marco Genthe, Vorsitzender des Kreistagsausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit, betont: „Das Veterinäramt und seine Leiterin, Dr. Anja Eisenack, hatten zu jeder Zeit die Rückendeckung des gesamten Fachausschusses." Erster Kreisrat Wolfram van Lessen begrüßt die Entscheidungen: „Das Oberverwaltungsgericht bestätigt das konsequente Durchgreifen des Veterinäramts in einem der schwersten Tierschutzfälle der letzten Jahre."

Im einzelnen ging es um Anordnungen des Veterinäramtes zur Beseitigung tierschutzrechtlicher Mängel (Aktenzeichen des OVG: 11 ME 548/10), zur Untersagung des unerlaubten Betreibens eines Tierheims oder einer ähnlichen Einrichtung (11 ME 549/10), zur Reduzierung des Hundebestandes auf höchstens zehn Tiere (11 ME 550/10), zur Fortnahme und Veräußerung von Hunden (11 ME 553/10) und über ein generelles Verbot, Hunde zu halten (11 ME 98/11).

In den seit Februar 2010 laufenden Verwaltungsverfahren wurde bei einer Ortsbesichtigung zunächst die nicht artgerechte Unterbringung der Hunde festgestellt (Hoffläche und Böden des Wohnhauses mit Kot und Urin verdreckt, Verletzungsgefahr für die Tiere aufgrund des auf dem Grundstück verteilten Sperrmülls, Verhaltensstörungen bei vielen Hunden aufgrund fehlenden Auslaufs und unzureichender Sozialkontakte) und der Betreiberin aufgegeben, diese Mängel zu beseitigen, insbesondere auch keine weiteren Hunde aufzunehmen.

Eine nochmalige Überprüfung im März 2010 ergab, dass weitere Hunde aufgenommen wurden, die nach wie vor nicht artgerecht untergebracht waren. Daraufhin untersagte das Veterinäramt der Betreiberin die erlaubnispflichtige Tätigkeit, Tiere für andere in einem Tierheim oder in einer ähnlichen Einrichtung zu halten. Weiterhin wurde angeordnet, den Hundebestand auf maximal 10 Hunde zu reduzieren.

Im Oktober bzw. November 2010 wurde festgestellt, dass der Hundebestand auf mittlerweile 103 angestiegen war. Daraufhin entzog die Behörde der Betreiberin alle Hunde bis auf sechs und brachte sie anderweitig unter, wobei ein Hund mit zahlreichen offenen Wunden, die bis auf die Knochen reichten, zwischenzeitlich eingeschläfert werden musste. Weiterhin ordnete das Veterinäramt die Veräußerung der Hunde an, um die Unterbringungskosten so gering wie möglich zu halten.

Am 09. Dezember 2010 wurde der Betreiberin schließlich das Halten und Betreuen von Hunden auf Dauer untersagt mit der Maßgabe, die sechs verbliebenen Hunde in eine geeignete Haltung abzugeben.

In allen Fällen ordnete das Veterinäramt die sofortige Vollziehung der Verfügungen zum Schutz der Tiere an.

Die Anträge der Betreiberin auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes hatte das Verwaltungsgericht Hannover bereits am 15.03.2011 abgelehnt und die Anordnungen des Landkreises für rechtmäßig befunden. Die bestätigenden Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts sind unanfechtbar. Allerdings sind beim Verwaltungsgericht die Klageverfahren der Betreiberin noch anhängig.


Ansprechpartner/in

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      Herr Thorsten Abeling vCard Standort anzeigen
      Veterinärwesen u. Verbraucherschutz, Zimmer Orga39dh
      Grafenstr. 3
      49356 Diepholz
      Telefon: 05441 976-1868
      Fax: 05441 976-1744
      E-Mail: thorsten.abeling@diepholz.de
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      Herr Wolfram van Lessen vCard Standort anzeigen
      ->Erster Kreisrat->Erster Kreisrat Wolfram van Lessen
      Kreishaus Diepholz, Zimmer B119
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      49356 Diepholz
      Telefon: 05441 976-1003
      Fax: 05441 976-1720
      E-Mail: wolfram.van-lessen@diepholz.de

Quelle:
http://www.diepholz.de/internet/page.php?site=17&id=1019847&rubrik=1000017

Veterinäramt, Polizei und Tierschützer transportieren über 100 Hunde aus Dörrieloh ab.

Die Tierschützer trugen spezielle Schutzanzüge, als sie gestern über 100 Hunde von einem Hof in Dörrieloh abtransportierten.

Hunde vom Gnadenhof evakuiert/12.11.10

Sulingen - DÖRRIELOH (sis) · Hundegebell, die Vierbeiner sprinten über das Grundstück: Nein, kein Idyll. Polizei, Veterinär-amt und Tierschützer waren gestern auf einem Hof in Dörrieloh im Einsatz, um über 100 Hunde aller Altersstufen zu retten.

Auf dem Hof des Ehepaares B. finden sich zudem über 40 Katzen und 14 Pferde, Ziegen, Hängebauchschweine und Frettchen. Seit zwei Jahren wohnt das Paar auf dem ehemaligen Gehöft, woher die Tiere stammen, ist gestern zweitrangig. ►► zum Artikel

Tierschützer bitten um Unterstützung

85 Hunde mehr zu versorgen /13.11.10

Sulingen - (sis) · Bis spät in die Nacht wurden am Donnerstag die Hunde, die vom so genannten „Gnadenhof“ in Dörrieloh evakuiert wurden (siehe Sulinger Kreiszeitung vom 11. November), einem kurzen tiermedizinischen Check unterzogen.

Genauere Untersuchungen werden folgen. Nur wenige Hunde konnten an andere Tierheime abgegeben werden, etwa 85 Vierbeiner bleiben im Sulinger Tierheim, zwei Tiere in schlechtem Zustand nahm eine Tierärztin in ihre Obhut, eine Hündin musste eingeschläfert werden. Durch Zufall sind die Tierschützer auf dem Hof in Dörrieloh auf eine alte Schäferhündin und ihre fünf Welpen (drei Wochen alt) gestoßen, die nun dankbar für einen trockenen Platz im Tierheim Sulingen sind: Sie hatten auf dem Boden gelegen, ohne Unterlage.

Aufgrund der hohen Anzahl an neuen Hunden im Tierheim in Lindern bitten die Tierschützer um Unterstützung: alte Bettwäsche, Hundekörbe, Näpfe, Hundehütten, Zwingeranlagen – all das werde nun in größeren Mengen benötigt, denn die Hunde werden wohl noch länger im Tierheim bleiben müssen. Der Tierschutzverein Sulingen und Umgebung freut sich über die ehrenamtlichen Helfer, die derzeit Tierheimleiterin Marita Görges und ihr Team tatkräftig unterstützen. Die Tiere müssen verpflegt werden, bis seitens des Veterinäramtes Diepholz weitere Anweisungen erfolgen.

Das bedeutet auch, dass die Tiere bis dahin nicht in Pflegefamilien abgegeben werden können. Entsprechende Angebote gab es gestern bereits, alle mussten abgelehnt werden. Laut Dr. Anja Eisenack, Leiterin des Veterinäramtes, können die Hunde erst dann vermittelt werden, wenn festgestellt wird, dass sie gesund sind. Und der Marktwert müsse geschätzt werden, um die Kosten im Blick behalten zu können. In ähnlichen Fällen sei entschieden worden, die Tiere zu verkaufen, wenn die Kosten der Unterbringung den Wert der Tiere übersteige. Derzeit fielen etwa 1 000 Euro pro Tag insgesamt für die evakuierten Hunde an.

Alle anderen Tiere auf dem Hof in Dörrieloh müsse das Ehepaar B. tierärztlich untersuchen und dieses bescheinigen lassen. „Die Ermittlungen gegen das Ehepaar B. laufen“, erklärte Dr. Eisenack auf Anfrage, weitere Auskünfte seien aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht möglich.

Aus vergangenen Zeiten - Medien berichteten

Fotos anklicken- hier mal ein paar Eindrücke

Fotos anklicken

 

Schaut die Bilder an!

Und dann gibt es auch heute noch Leute die meinen,es ist alles nicht so und die Medien lügen. Wie blind sind diese "Tierfreunde" eigentlich ???

Was muß noch passieren,damit ihr wach werdet ???