Tiernahrung
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,708762,00.html
Kaum ein Wirtschaftssektor hat die Krise so gut überstanden wie die milliardenschwere Heimtierbranche. Doch nicht alles, was sie verkauft, ist auch zum Wohl von Hund und Katze.
Das größte Geschäft machen jedoch die Tierfutterhersteller. Vier Unternehmen beherrschen etwa 80 Prozent des Marktes: Procter & Gamble (Eukanuba), Mars (Whiskas, Pedigree), Nestlé (Purina, Friskies) und Colgate-Palmolive (Hill's). Der amerikanische Familienkonzern Mars setzte in Deutschland 2009 gut 500 Millionen Euro mit seinen Schokoriegeln um - und 724 Millionen mit Tierfutter. Die Werbeausgaben der Branche wuchsen um 45 Prozent auf 62 Millionen Euro..... weiterlesen hier
Was Sie wissen sollten !
Was der Hund fressen darf:
Geflügel (Ente, Pute, Huhn, Strauß) - hier dürfen es die Flügel, Keule und das gesamte Fleisch am Körper sein, auch der Hals. An Innereien ebenfalls alles was du bekommen kannst (Niere, Leber,
Herz, Magen). Kaninchen - ebenfalls komplett mit Haut und Haaren, Knochen und Innereien. Schaf - hier nicht der Magen. Leber und Pansen, sowie das Herz sind neben dem gesamten Fleisch und Knochen
okay. Rind - alles, was der Markt her gibt. Auch der gereinigte Pansen ist geeignet. Pferd - ebenfalls alles. Bei allen Tieren aber würde ich keine Plazenta, keine Nachgeburten und auch kein
Gehirn anbieten. Das Infektionsrisiko ist hier sehr hoch. Fisch kannst du ebenfalls roh füttern - sollte allerdings garantiert frisch sein und vorsicht wegen den Gräten. Ich beschränke mich bei
Fisch auf Dosenfisch wie Sardinen und Thunfisch.
Bei allem Fleisch gilt - frisch! Am besten beim Metzger nachfragen. Auch Schlachthöfe geben ihre Schlachtabfälle gerne kostengünstig her. Ich frage auch oft beim türkischen Fleischmarkt. Beim
zuschneiden des Fleisches bleiben die Reste meist über und landen im Müll. Die bekomme ich hier kostenlos. Allerdings sollte man bedenken, dass Rindfleisch im rohen Zustand für den
Verdauungsapparat des Hundes schwerer zu verarbeiten ist, wie beispielsweise Geflügel. Je fettiger und sehniger das Fleisch, umso schwerer. Es ist daher empfehlenswert, Rindfleisch anzudünsten.
Ich dünste oder koche das Rindfleisch und gebe es dem Hund mitsamt dem Sud. Hack vom Rind gebe ich roh, weil man darin das Gemüse gut untermischen kann. Schweinefleisch solltest du auf jeden Fall
meiden. Wegen dem bereits genannten Aujeszky-Virus. Dieser tötet das infizierte Tier innerhalb von drei Tagen. Auch Pseudowut genannt. Dieser Virus wird erst getötet, wenn man das Fleisch
durchgehend auf 70°C erhitzt und absolut gar kocht. Dann kannst du auch Schweinefleisch anbieten. Achte hierauf auch bei deinem Metzger. Dass das Schweinefleisch nicht in direktem Kontakt mit dem
Rindfleisch oder Lamm oder Geflügel ist. Sollte aus hygienischen Gründen ohnehin nicht der Fall sein. Zur eigenen Sicherheit kannst du den Metzger auch fragen, ob sein Betrieb auf diesen Erreger
untersucht. Ich habe bei unserem Metzger nachgefragt, ob die Bestände Aujeszky-Frei sind. Auch wenn ich das Schweinefleisch für meinen Hund nicht nehme. Der Metzger konnte es mir nicht sagen.
Aber der Bauer ist für die Öffentlichkeit zugänglich und ich konnte hier gezielt nachfragen und eine positive Aussage einholen. Knochen kannst du alles füttern. Vorausgesetzt: sie stammen nicht
von Suppenhühnern (ausgediente Legebatteriehennen) und nicht von zu alten Tieren. Die Knochen werden bei alten Tieren und bei Tieren aus Massentierhaltung sehr leicht spröde und splittern
entsprechend. Normale Knochen von gesunden jungen Tieren splittern im rohen Zustand nicht. Auch Geflügelknochen nicht. Nach dem Kochen splittern alle Knochen. Auch Rind. Meine Hündin liegt:
Lammrippchen, Hähnchenflügel, Hähnchenherzen und Hähnchenhälse. Innereien sollte man maximal dreimal wöchentlich reichen. Besonders die belasteten wie Leber, Niere. Pansen kann täglich gefüttert
werden. Sehr nährstoffreich. Besonders wenn er ungereinigt ist. Stinkt aber fürchterlich! Vergiss aber nie! Hunde sind keine reinen Fleischfresser! Mindestens 30 - 40% sollten vegetarische Kost
sein in Form von Beeren, Obst und Gemüse. Getreide aller höchstens in Form von Reis und Mais oder in Form von Vollkorngetreide und -dinkel. Weizen hat ein sehr hohes Allergiepotenzial und kann
dadurch auch eine Allergie gegen alle Getreidesorten auslösen. Also auf Reis, Mais und Vollkorn beschränken und Weizen meiden. Wichtig zu wissen ist auch, dass Hunde, die jahrelang mit
Fertignahrung gefüttert wurden, ein Problem bei der Umstellung auf Rohfleisch bekommen könnten. Es sollte zu Beginn gekocht und langsam roh angeboten werden. Also eine langsame Umstellung. Ich
empfehle dir allerdings dich erst mal richtig einzulesen. Werde dir kurz paar Bücher raus suchen und hier anhängen. Das Thema ist sehr komplex und es gehört noch viel mehr dazu als das, was ich
hier geschrieben habe. Wenn man sich richtig informiert, kann man mit dieser Ernährungsform seinem Hund sehr viel gutes tun! Nachtrag: http://www.amazon.de/B-R-F-Artgerechte-R... dieses Buch
hatte ich selbst zum Einstieg. Ich empfinde es als sehr hilfreich, vor allem um einfach mal den ersten Überblick zu bekommen. Allerdings muss ich sagen, dass es dennoch den ein oder anderen
Fehler beinhaltet. Aber wenn du beginnst dich einzulesen, wirst du sehen, dass es doch ganz einfach ist.
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Barf für Hunde Was ist Barf und wie geht barfen? Die Amerikanerin benutzte den Ausruck BARF für Menschen die ihre Hunde mit roher, frischer Kost füttern und als Bezeichnung für die Nahrung. Bei
dieser Art der Fütterung wird versucht, die Ernähurng eines wild lebenden Caniden z.B. Wolf zu imitieren. Der Hund gehört wie der Wolf zur Ordnung der Kanivoren. Der Wolf ist kein reiner
Fleischfresser sondern frisst neben den erbeuteten Tieren Wurzeln, Beeren, Kräuter, Obst, Insekten, Gräser und Kot anderer Pflanzenfresser.Vom sogenannten Großwild, die überwiegende
Nahrungsquelle des Wolfes, frisst der Wolf alles bis auf große Knochen, einen Grossteil von Fell und Haut und vom Darminhalt. Da der Wolf das Beutetier fast komplett frisst, erhält er genügend
der für ihn notwendigen Nährstoffe wie Eiweiss, Fett, Mineralien, Enzyme und Ballaststoffe. Wie und was wird dem Hund gefüttert? - Ein Beispiel von Barf -Fans Da Kauen wichtig für die Zähne Ihres
Hundes ist sollte das Fleisch möglichst am Knochen oder zumindest in grossen Stücken gefüttert werden. Den Hund 2 x am Tag füttern, da dies einer Magendrehung vorbeugt. Auch sollte Getreide und
Fleisch dem Hund nicht gemeinsam gefüttert werden. Am besten füttern Sie 5 Tage Fleisch, 1 Tag nur Getreide und Gemüse und 1 Tag bekommt der Hund kein Essen. BARF - Mögliche Zutaten für das
barfen Fleisch, Knochen Rind: Herz, Milz, Pansen, Blättermagen, Schlund, Leber, Muskelfleisch, Kopf, Knochen (vor allem die weichen Knochen) Lamm: siehe Rind, aber keinen Magen Fisch: ganzer,
roher Fisch Huhn: am besten das ganze rohe Huhn, Hälse, Flügel, Rücken Eier: rohe Eier, komplett mit Schale Schwein: nicht geeignet Innereien: Innereien nicht öfter als 1-2 x die Woche füttern
Gemüse rohe Kartoffeln, Möhren, Broccoli, Keimlinge, Salate, Zuchini. Löwenzahn, Brennessel, Schachtelhalmgras. Füttern Sie dem Hund keine Zwiebeln oder Avocados füttern. Obst Äpfel, Birnen,
Kiwis, Bananen - keine Trauben da giftig für den Hund Getreide Hafer, Hirse, Roggen, Amaranth, Weizenkleie, Maisgrieß Kräuter Alfalfa, Petersilie, Dill Öle Olivenöl, Fischöl, Lebertran Vitamine
nur wenn nötig dem Hund zusätzlich Vitamine geben, z.B. bei Trächtigkeit, während des Wachstums , bei Krankheit
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Wissenswertes
Rohfütterung
Warum Rohfütterung? Der Hund gehört, genauso wie sein Vorfahre Wolf, zur Ordnung der Karnivoren. Was aber nicht mit einem reinen Fleischfresser, sondern mit Beutetierfresser gleichzusetzen ist.
Außerdem frisst ein Wildcanide, wie der Wolf auch, noch zeitweise Obst, Kräuter, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot von Pflanzenfressern. Von einem Beutetier wird so gut wie alles
aufgefressen bis auf größere Knochen, einen Teil des Magen-/ Darminhalts und einen Teil des Fells.
Der Hund hat auch noch alle physiologischen Merkmale eines Karnivors: das Gebiss, im Speichel finden sich keine Verdauungsenzyme, der Magen ist verhältnismäßig groß und der Darm ist kurz im
Vergleich zu Pflanzenfressern. Warum also sollte man Hunden Fertigfutter geben, was zu 60-90% aus Getreide besteht?
Aber warum rohes Fleisch und nicht gekochtes? Das Kochen von tierischen Proteinen verändert deren Aminosäurenstrukturen und macht sie so für den Hund zum Großteil unbrauchbar. Außerdem gehen
viele Mineralien und wasserlösliche Vitamine verloren und es ist einfach nicht natürlich.
Praktische Fütterung Mengen:
Es gibt Richtwerte, allerdings ist der Bedarf bei jedem Hund unterschiedlich, weshalb die Gewichtskontrolle die beste Methode ist um die ideale Futtermenge herauszufinden. Der Richtwert für
erwachsene Hunde ist 2% des Körpergewichts, bei Welpen 4-5%. Diese Werte beziehen sich auf die Gesamtfuttermenge, welche sich möglichst aus 70% tierischen und 30% pflanzlichen Produkten
zusammensetzen sollte.
Was gefüttert werden kann:
Muskelfleisch: „normales“ Fleisch von einer Vielzahl an Tierarten wie z.B. Rind, Geflügel, Schaf, Kaninchen, Wild – aber kein Schwein! Herz & Leber von den gleichen Tierarten; Alle 1-2 Wochen
können statt Muskelfleisch auch mal bindegewebsreiche Schlachtabfälle wie Schlund, Lunge, Milz, Luftröhre, Knorpel etc. gegeben werden.
RFK: rohe, fleischige Knochen z.B. vom Huhn (komplett), Pute (Hals, evt. Flügel), Kalb (Rippen, Brustbein), Kaninchen (komplett), Lamm (Rippen, Wirbelsäule).
Pansen: grün (ungewaschen) vom Rind.
Fisch: bevorzugt Seewasserfisch (Filet oder auch kleinere Fische im Ganzen).
Milchprodukte: Hüttenkäse, Quark, Joghurt, Buttermilch, Sahne.
Gemüse: Blattgemüse (Salate, Spinat, Mangold), Möhren, Sellerie, Fenchel, Zucchini, Kartoffeln (gekocht). Kohlsorten und Hülsenfrüchte meiden.
Obst: Apfel, Birne, Banane, Beeren, Pfirsich, …
Getreide: div. Flocken (z.B. Hafer, Hirse, Dinkel, Reis etc.) oder auch mal gekochten Reis oder Nudeln.
Öl: div. kaltgepresste Öle wie z.B. Rapsöl, Olivenöl, Sesamöl, Leinöl und auch Fischöl ist zu empfehlen.
So könnte ein Futterplan aussehen. Ein solcher Plan muss aber immer individuell auf den jeweiligen Hund und seine Lebensumstände abgestimmt werden und ist keinesfalls als generelle
Fütterungsempfehlung gedacht!
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | |
| früh | Muskelfleisch, Gemüse, Eigelb, Öl | Milchprod., Obst, Getreide | Fisch, Gemüse, Eigelb, Öl | Milchprod., Obst, Getreide |
| abends | Herz | RFK | Muskelfleisch | RFK |
| Freitag | Samstag | Sonntag | ||
| früh | Leber, Gemüse, Öl | fasten | fasten | |
| abends | Muskelfleisch | Pansen | RFK |
Häufig gestellte Fragen
Macht rohes Fleisch meinen Hund nicht krank?
Oftmals warnen Tierärzte in Zusammenarbeit mit Fertigfutterherstellern vor rohem Fleisch. Dadurch würde der Hund Würmer, Salmonellen und noch so manch anderes bekommen. Tatsächlich ist es aber
so, dass das Fleisch für Hunde ja von den gleichen Tieren stammt, von denen auch das Fleisch für den menschlichen Verzehr stammt. Es ist also strengen Kontrollen unterworfen. Die
Hauptansteckungsquelle für Würmer ist außerdem das Schnüffeln/ Aufnehmen von fremden Hundekot. Weiters ist die Magensäure eines Hundes so stark, dass Salmonellen und andere Bakterien keine Chance
haben (sie muss ja Knochen etc. verdauen können).
Ist Knochenfütterung nicht gefährlich?
http://www.ig-apbt.org/wissenswertes_rohfutter.shtml
Bei einer ausgewogenen Fütterung ist dies eigentlich nicht unbedingt notwendig. Allerdings nehmen Wildcaniden in freier Natur z.B. Kräuter auf, welche eine gute Nährstoffquelle sind. Deshalb ist
eine natürliche Kräutermischung durchaus empfehlenswert. Es gibt noch einige weitere natürliche Produkte welchen bei speziellen Problemen gegeben werden können (z.B. Bierhefe beim Fellwechsel,
Bienenprodukte bei Immunschwäche, …). Auf synthetische Vitaminpräparate sollte man allerdings verzichten! Kann oder will man keine Knochen füttern, sollte der Calciumbedarf mit Calciumcitrat oder
geriebenen Eierschalen gedeckt werden.
Macht rohes Fleisch Hunde nicht aggressiv ?
Nein, das will uns nur die Futtermittelindustrie weismachen. Ein Großteil der Vitamine (besonders die fettlöslichen A, D, E & K) sind über mehrere Wochen im Körper speicherbar. Die
wasserlöslichen zumindest über mehrere Tagen, diese sind aber sowieso in ausreichendem Maße im Fleisch vorhanden, sodass eine gute Versorgung gewährleistet ist. Man kann also den Futterplan sehr
abwechslungsreich gestalten, solange alles über den Zeitraum von ca. einem Monat ausgeglichen ist. Bei Menschen ist es schließlich genauso ... oder ernähren wir uns täglich mit dem gleichen
Fertiggericht?
Muss ich Nahrungsergänzungsmittel zufüttern?
Auch dies verbreiten Tierärzte sehr gerne. Ein Teil Wahres steckt dahinter: nämlich, dass GEKOCHTE Knochen sehr spröde werden, splittern und dann leicht Verletzungen des Verdauungstraktes
hervorrufen. Rohe Knochen von sehr jungen Tieren (Huhn, Kalb, Lamm, Kaninchen) sind noch nicht ausmineralisiert und dadurch sehr weich und gut geeignet. Röhrenknochen sollte man allerdings
generell meiden. Am besten beginnt man bei der Knochenfütterung stückweise mit Hühnerhälsen und beobachtet den Kotabsatz. So kann sich der Hund langsam daran gewöhnen, man kann die optimale Menge
gut abschätzen und es kommt somit nicht zu Verstopfungen.
Muss das Futter nicht täglich ausgewogen sein?
Das ist ein Ammenmärchen wie es im Buche steht. Es gibt dafür keinerlei wissenschaftliche Begründungen, nicht einmal ansatzweise. Außerdem müsste es uns, wenn etwas Wahres dran wäre, beim Verzehr
von Tartar, blutigem Steak, Carpaccio oder Sushi ja dann genauso gehen!
Tierschutz kennt keine Grenzen - Animal protection knows no borders
