Gedichte/Sprüche


Die Würde des Tieres ist unantastbar!

Eine kurze Geschichte der Tierrechtsbewegung

Fast unmerklich löst der Begriff "Tierrechte" den viel älteren des "Tierschutzes" ab. Die meisten der in den letzten zwei Jahrzehnten gegründeten Tierschutzgruppen und deren Verbände führen inzwischen "Tierrechte" im Namen; Bücher und Texte benutzen ebenso wie Privatpersonen zunehmend lieber das neue als das alte Wort. Sogar in Boulevardzeitungen taucht es immer häufiger auf, obwohl anzunehmen ist, dass sie nicht wissen, wovon sie reden. Aber wissen es diejenigen, die sich selbst als Tierrechtler/innen bezeichnen, so genau? Gibt es überhaupt eine allgemeingültige Definition?

Im Tierschutz hat man sich eingerichtet. Seit über hundert Jahren gibt es Institutionen und Gesetze, die im Lauf der Zeit vermehrt und verbessert wurden. Und die öffentliche Einstellung ist nahezu einhellig: Man ist dafür. In unserem Kulturkreis gehört Tierschutz zum guten Ton, zum zivilisatorischen Selbstverständnis. Doch vor rund zwanzig Jahren begann sich eine diffuse Unzufriedenheit auszubreiten: Es konnte etwas nicht stimmen mit einem Tierschutzverständnis, unter dessen Ägide sich ungebremst ganze Systeme massenhafter Grausamkeit entwickeln konnten. Was da so langsam ins Bewusstsein der Öffentlichkeit drang, Fotos und Berichte aus der zu einer Industrie angeschwollenen Praxis der Tierversuche, der "Nutztierhaltung", der "Pelztierzucht", sprengte den Selbstbetrug einer sich zivilisiert glaubenden Gesellschaft. Allein das Ausmaß der im Windschatten des Wiederaufbaus ganz legal oder in unbeachteten Grauzonen etablierten Tierausbeutung überstieg jede Vorstellung. Alle Informationen handelten von Millionen und Abermillionen Tieren. Und die dokumentierten Details des Umgangs mit den angeblich geschützten Wesen waren nicht gerade geeignet, Vertrauen in einen funktionsfähigen Tierschutz gesetzlicher oder moralischer Art zu stiften. Sensible Menschen wurden um den Schlaf gebracht von den Bildern eingepferchter Hühner, gefesselter Muttersauen, aufgeschlitzter Mäuse, zerstückelter Beagles, in stereotaktischen Geräten unbeweglich gemachter Affen, in Stehsärgen lebendig aufgebahrter Kälbchen oder Katzen mit ausgestochenen Augen; von Schilderungen der "normalen" Tötung von Katzen, Nerzen, Füchsen und "überzähligen" Versuchstieren durch Vergasen.

Die große Mehrheit fand sich aber nach den ersten Schocks mit den scheinbar unabänderlichen Tatsachen ab. Der menschlichen Psyche stehen mancherlei Wege zur Verfügung, um unerträgliche Wahrheiten abzublocken, die das wohleingerichtete Weltbild und Lebensgefühl stören könnten. Der gebräuchlichste ist die Verdrängung. Wie Beton legt sie sich über das, was man nicht wahrhaben will. Ebenso beliebt ist die Rationalisierung - die wie von Zauberhand sich einstellende Fähigkeit, noch für das Schlimmste einen rechtfertigenden Grund zu finden. Den meisten genügt im Fall der maßlosen Untaten, die hier in Rede stehen, die "Erklärung", dass die Opfer ja keine Menschen sind, und dass ihr - bedauerliches - Unheil doch dem höherwertigen Wesen Mensch zugute komme. Die sich unabweisbar aufdrängenden Vergleiche mit den Gräueln, die im 20. Jahrhundert und auch früher, gleichfalls massenhaft und im Namen "höherer Arten", an Menschen verübt worden sind, gelten als tabu und werden mit allen Mitteln, bis hin zu Strafanzeigen, abgewehrt.

Die uralte Grenzziehung zwischen Menschen und Tieren (oder, wie im englischen Sprachraum durchweg formuliert wird: zwischen Menschen und anderen Tieren) rastete wieder ein. Für das Gefühl der meisten ist es letztlich doch etwas ganz anderes, ob Katzenaugen ausgestochen werden oder Menschenaugen, ob man Kühen ihre Kinder raubt oder Menschenmüttern. Dieses Gefühl gilt als natürlich und wird auf Befragen auch so begründet. So tief ist die selbst erteilte Legitimation für das Töten und Nutzen der nichtmenschlichen Lebewesen verinnerlicht, dass sie gar nicht mehr hinterfragt wird. Die damit notwendigerweise verbundenen Schmerzen und Leiden werden als unvermeidlich hingenommen, wenn man sie denn überhaupt zur Kenntnis nimmt. Erst das "Übermaß" erzeugt einigen Schrecken.

Vielen aber, bei denen die Beruhigungsmechanismen aus diesen oder jenen Gründen nicht funktionierten, dämmerte angesichts des ausgeuferten "Übermaßes", dass dieses nur eine im Massenzeitalter geradezu logische Konsequenz der niedrigen Bewertung des Tierlebens ist. Wenn Tiere erst einmal als Gebrauchsartikel abgestempelt sind (in den Fleisch-Pelz- und Lederabteilungen der Kaufhäuser kann man das wörtlich nehmen), dann brauchten mehr Menschen eben mehr Tiere. Und wenn sie ohnehin als Nahrungs- und Kleidungsgrundlage dienen, dann darf eine fortgeschrittene Medizin und Forschung sie wohl auch für das hohe Gut der menschlichen Gesundheit nutzen. Woher aber kommt das verbreitete Unbehagen, sobald man der Opfer gewahr wird? Gebrauchsartikel, die leiden können, sind ein merkwürdiger Widerspruch. Noch merkwürdiger ist, dass ihre Leiden den menschlichen so auffallend ähnlich sehen. So "ganz anders" sind sie offensichtlich doch nicht. Die Frage kam auf, ob mensch diese Ähnlichkeit, diese Gleichheit, nicht künstlich übersah, um ohne Gewissensnöte seinen Vorteil ziehen zu können.

Das Argument, dass es "immer schon so war", stach nicht mehr recht. Viele tausendjährige Überzeugungen waren unter den moralischen Kategorien Gleichheit und Gerechtigkeit zerbrochen. Gleiches gleich zu bewerten, ist die Essenz dieser Prinzipien. Warum sollten sie nur für die menschliche Spezies gelten? Mussten auf dieser Grundlage nicht auch nichtmenschlichen, aber leidensfähigen Lebewesen Rechte zur Sicherung ihrer elementaren Bedürfnisse zugestanden werden, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit? Auch der klassische Tierschutz will natürlich Tiere vor Leiden durch den Menschen schützen, aber nur unterhalb der menschlichen Interessen. An so etwas wie Gleichberechtigung für Tiere zu denken, erschien ihm ebenso absurd wie dem Rest der Welt. Sein Weltbild blieb anthropozentrisch. Das Recht des Menschen auf "notwendige" Tiernutzung im "normalen" Rahmen war nie angezweifelt worden. Anfang der 80er Jahre traten plötzlich neue Leute auf den Plan, die die Akzente anders setzten. Sie forderten Gerechtigkeit für Tiere, nicht mehr nur die Eindämmung des Missbrauchs. Sie wollten keine "größeren Käfige", keine "ökologische Jagd", keine "sanften Dressuren" im Zirkus, keine "auf das Notwendige beschränkten" Tierversuche. Sie wollten keine Bescheidenheit. Ihnen war nicht zu vermitteln, im Namen der Tiere, die nicht für sich selbst sprechen und sich nicht wehren konnten, auf deren Kosten Zugeständnisse zu machen; kein Eingriff in ihr Leben, außer zu Rettung und Hilfe, konnte in ihrem Interesse liegen. So rückten die neuen und neuartigen Tierschutzgesinnten die Interessen der Tiere in den Mittelpunkt und maßen sie nicht mehr an denen des Menschen.

Die Newcomer mussten bald erkennen, dass der traditionelle, organisierte Tierschutz nichts von ihnen wissen wollte, ja eine feindselige Haltung einnahm. Das verblüffte anfangs viele, die selbst zuerst nur mit mehr Lautstärke und Sichtbarkeit dem "Tierschutz", wie immer man ihn verstand, mehr Geltung verschaffen wollten. Demos mit Lautsprechern und öffentliche Informationsstände schienen geeignet, den herkömmlichen betulichen Stil zu modernisieren und die Trommel zu rühren. Die neuen Inhalte waren noch kaum angedacht. Doch gerade die Frontstellung der gesellschaftlich akzeptierten Organisationen gegen die "Radikalen" trug durch die Frage nach dem Warum viel dazu bei, dass sich die eigenen Gedanken schneller klärten.

Die Neuen fingen an, sich lose zu organisieren, viele unter dem Namen "Tierversuchsgegner", doch mit Aktivitäten auch auf anderen Feldern und begannen auf eigene Faust zu handeln und zu denken. Anders als in den bisherigen Vereinen kamen in den neuen Bürgerinitiativen die (nur formlos als solche definierten) Mitglieder häufig, oft wöchentlich, zusammen, redeten, diskutierten und tauschten Informationen aus. Die Treffen waren offen für alle Interessierten; sektenhaftes Verhalten lag nicht in der Natur der Sache, die ja in die Öffentlichkeit hinaus wirken wollte. Das erklärte Ziel war: Bewusstseinsbildung. Auf Demonstrationen und Veranstaltungen im In- und Ausland trafen sich Gesinnungsfreunde. So entstand erstmals ein breites Forum für die "Tierfrage", nach Möglichkeit mit Presse. Was hier einsetzte, war ein ständiger Prozess der Meinungsbildung, der bis heute anhält. Streitpunkte gab und gibt es genug. Aber wie kann man erwarten, dass bei einem Jahrhunderte, Jahrtausende vernachlässigten Thema mit einem Schlag eine Einheitsmeinung aus dem Boden schießt?

(Sina Walden aus: www.vegan.de)



Gedichte

Hund mit abgeschnittenen Ohren,
einmal wurd' ich nur geboren,
wollte Freund und Gefährte sein,
warum lässt Du mich allein,
angebunden, blutend, kalt,
tief im dunklen Tannenwald?

Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,
steh' verletzt ich auf der Weide,
wollte nutzen, wollte leben,
Dir und anderen Freude geben.
So verlorst Du Dein Gesicht,
Dein Gewissen sei Gericht
für all' meine Not und Pein.
Partner Mensch? Ich sage: N E I N!

Geschundenes Rind auf Viehtransport,
stehend bis zum fernsten Ort,
Leib an Leib, erschöpft, kein Heu,
gebrochene Beine und kein Streu,
nirgends eine Tier- Raststätte,
wenn ich doch nur Wasser hätte!
Wie kannst so unbeseelt Du sein,
Partner Mensch? Ich sage: N E I N!

Und wir, geplagtes Federvieh,
in der Legebatterie, nirgends Gras,
kein Sonnenschein
und kein Platz fürs zweite Bein.

Auch wir Tiere im Labor
stimmen ein in diesen Chor.
Wie unbarmherzig kannst Du sein.
Partner Mensch? Ich sage: N E I N!

Ein Beutel Miezekatzen
zwischen Hausmüll und Matratzen,
halb erstickt und tief verborgen
wollte man uns so entsorgen?

Sind denn alle inhuman,
nimmt sich keiner unserer an?
Hört uns niemand ängstlich schrein?
Partner Mensch? Ich sage: N E I N!

Eng ist es in dem Riesenraum,
stehen, gehen kann ich kaum,
bin noch klein und viel zu dick:
Ferkel in der Mastfabrik.
Zwar leb' ich ohnehin nicht lange,
jedoch ist mir ganz furchtbar bange
vor Viren und Elektrozange.
Millionen kleiner Ferkel schrein:
Partner Mensch? Ich sage: N E I N!

Versetze Dich in unserer Lage,
diese Schmerzen, diese Plage,
alles für Gewinn und Geld.
Gilt dieses nur auf unsrer Welt?

Ob bei einem Tausch der Rollen
wir Euch wirklich retten sollen?
Mensch, lass diesen Rat Dir geben:
Übe Ehrfurcht vor dem Leben!

Du bist verloren, wenn wir schrein:
N E I N, N E I N, N E I N!

Käte Fritzsche



Dein treuer Hund

Wenn alle Dich meiden und hassen,
ob mit oder ohne Grund,
wird einer Dich niemals verlassen,
und das ist Dein treuer Hund.

Und würdest Du ihn sogar schlagen,
ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird es geduldig ertragen
und leckt Dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue
hat er für Dich immer parat!
Er beweist es Dir täglich aufs neue
wie unsagbar gern er Dich hat.

Nennst Du einen Hund Dein eigen,
wirst Du nie verlassen sein,
und solltest Du vor Einsamkeit schweigen
denn Du bist niemals allein.

Wird einst der Tod Dir erscheinen,
und schlägt Dir die letzte Stund,
wird einer bestimmt um Dich weinen
und das ist Dein treuer Hund.

Drum schäm Dich nicht Deiner Tränen,
wenn einmal Dein Hund von Dir geht!
Nur er ist, das will ich erwähnen
ein Wesen, das stets zu Dir steht. 

Der letzte Gang

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich wach -
Was Du dann tun mußt - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Daß Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muß Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muß?
Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.

Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!
Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluß.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, daß Dein Herz um mich weint. 

Tierheimgedicht

Hinter einem Eisengitter sitzt ein Hund,
er weint so bitter
habt ihr mich denn ganz vergessen
ihr Menschen, die mich einst besessen?

Wo seid ihr hin, ich kann´s nicht fassen
ihr habt mich hier...allein gelassen?
Draußen kommt die finstre Nacht
habt ihr an meine Angst gedacht?

Kälte schleicht durch alle Ritzen
nirgendwo ein warmes Kissen.

Müde von dem langen stehen,
von dem warten, von dem sehen
von dem weinen, von dem jammern,
such ich in der kalten Kammer,
einen Platz um auszuruhn.

Um mich her sind andre Hunde,
jeder ist für sich allein
ängstlich heulen sie an Wände
gegen harten, kalten Stein.

Blanker Stein auf dem ich liege
feucht von meinem Seelenschmerz
Wo sind die Menschen die ich liebe?
Menschen...ohne Stein als Herz...

Lange konnte ich nicht glauben
daß ihr mich wirklich nicht mehr wollt,
bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt, und hab gegrollt.

Tagelang hab ich gewartet,
kein Futter hab ich angerührt
Wochen...sind daraus geworden...!
von Euch...keiner zurückgekehrt!

Lange hab ich überlegt,
was habe ich euch nur getan?
Sicher war es furchtbar schlimm
sonst hättet ihr das nicht getan!

Draußen vor dem Eisengitter
gehen viele, Tag für Tag
schauen oft zu mir herüber
aber keiner holt mich ab.

Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir,
doch wenn dann der Abend kommt -
gehn sie heim und ich bleib hier!

Traurig stehe ich am Gitter,
wedle freundlich jedem zu
wer mich anschaut...?
kommt nicht wieder,
egal ob ich noch wedeln tu...

Lange Zeit ist schon vergangen...
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwann hab ich vergessen
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!

Gewidmet allen Hunden und Katzen, die jemals ein Tierheim von innen sahen.

Wenn böse Sorgen Dich umgeben

Wenn böse Sorgen Dich umgeben,
oft manche Freundschaft schnell zerbricht.
Du bist allein so geht` s im Leben
ein Hund als Freund enttäuscht Dich nicht.
Du kannst ihm ohne Scheu stets sagen,
was Dich bedrückt, erschreckt, empört.
Er wird Dich nicht mit hundert Fragen belästigen
er schweigt und hört.
Sag nicht, das wäre übertrieben:
Sag nicht, ein Hund sei nur ein Tier.
Begreif ihn und Du wirst ihn lieben-

mit seiner TREUE dankt er's Dir!!! 

Ein Tierheimhund klagt an !

Schweigend steh ich da, erschüttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.
Ein alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht!

Geh endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab!
Doch wenn er käm´, holt´ mich nach Haus,
wie anders säh´ die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz wär´ wieder sein -
warum nur ließ er mich allein?

Geh´ endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alles hätte ich gegeben,
für deinen Bruder - selbst mein Leben!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht.
Geh weiter - oder wag´ den Schritt,
hab´ Erbarmen - nimm mich mit!"

(Autor unbekannt)

Verlassen

Mein Aug ist trüb,
mein Herz ist schwer
und ich vermiß mein Frauchen sehr.

Noch gestern ging sie mit mir aus,
dann aber ganz allein nach Haus.
Ich wollt ja nach ihr rennen,
nur hab ich es nicht können!

Da ist der Gurt an meinem Bein,
soll das ein neues Spielchen sein?
Am Baum hat sie mich festgemacht
- was hat sie sich dabei gedacht?

Weiß sie nicht, wie ich leide?
Wir sind doch Freunde, wir beide!
Wie froh sind wir umhergetollt,
und ich hab sie zurückgeholt,
die Stöckchen, sicher, leicht und schnell,
sie kraulte lobend mir das Fell.

Mein Bellen und ihr Lachen,
das konnte glücklich machen!
Und wenn sie einmal traurig war,
ich strich ihr tröstend über´s Haar
und hatte stets ein off´nes Ohr,
wärmte ihre Seele, wenn sie fror.

Meint ihr, ich habe keine,
weil ich nicht lache oder weine?

Nun frier ich selbst, trotz dickem Fell,
ach hört denn niemand mein Gebell?
Und auch mein Magen knurrt so sehr,
wenn bloß der dumme Gurt nicht wär.

Ich spür, wie mir die Kraft entschwindet,
ich sterbe, wenn mich keiner findet!

O Frauchen, bitte sag mir an,
was hab ich Böses Dir getan,
dass du mir auferlegst dies Joch,
ich aber lieb dich immer noch,
auch wenn ich mich zu Tode quäle,
mit meiner ganzen Hundeseele! 

Mein alter Hund !

Mein alter Hund du schaust mich an
und deine ganze Liebe liegt in deinem Blick.
Mit Wehmut denke ich daran:
Vergangene Jahre kommen nie zurück.

Als Winzling holte ich dich seinerzeit,
mein Herz das flog spontan dir zu.
Du lerntest schnell und warst gescheit
und wo ich war, da warst auch du.

Du lecktest zärtlich meine Hand
in manch` sorgenvollen Stunden,
und wenn mich keiner sonst verstand,
bei dir hab ich stets Trost gefunden.

Jetzt hast du schon fast graues Haar
und auch dein Herz macht es dir schwer;
die Augen sind nicht mehr so klar
und deine letzte Jagd ist lange her.

Doch du gehörst zu meinem Leben,
die Zeit mit dir ist wunderschön.
Ich würd vieles dafür geben,
könnt`ich die Jahre rückwärts dreh`n.

Ich würde dir gern noch viele Jahre schenken,
doch irgendwann wirst du im Hundehimmel sein.
Zeitlebens werd ich an dich denken,
denn ohne dich - bin ich allein. 

Warum ?

Du hast in meine Augen gesehen,
da war es schon um dich geschehen,
Du hast mich mit Nachhause genommen,
ich bin ganz neugierig mitgekommen.

Du hast mich stolz spazierengeführt,
die Bewunderung der Passanten gespürt.
Du hast mit mir getobt und gespielt,
und die eine Weile glücklich gefühlt.

Dann hab ich auf den Teppich gemacht.
Da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
Dann mußtest du fort, ich weiß nicht wohin,
ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.

Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit,
ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit,
dann hab' ich vor Frust die Möbel zerkaut,
das war dir zuviel, und du wurdest laut.

Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
und ich habe Deinen Zorn gerochen.
Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus,

Du hast mir Futter und Wasser gegeben
und gedacht, das sei genug für mein Leben.
Du hast ein neues Spielzeug gefunden -
hattest die Nase voll von uns Hunden.

Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht,
mir nur noch meinen Freßnapf gebracht.

Dann hab' ich gewußt, bald ist es vorbei,
denn niemand hört meinen stummen Schrei.
Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
an einen neuen, besseren Ort.

Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
Ich frage dich, warum liebtest du mich?
Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.

Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen,
du hast mir mein ganzen Leben genommen.
Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen.
Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.

Dein Herz ist kalt. Wird niemals warm.
Bei all dem Spielzeug bist du - arm...

Ein kleines Gedicht von Ingrid Winiawsky

Nichts ist mehr so wie es war

Mein Leben ist nicht mehr so wie es war
seit ich dir zuletzt in deine wundervollen Augen sah
Viel zu früh musstest du mich verlassen
ich kann es bis heute noch immer nicht fassen
Wie lange ist es schon her als ich zuletzt deinen Namen rief
Doch der Schmerz ist unendlich der Kummer sitzt tief
Du hast mein Herz mit Sonne und Wärme erfüllt
hast mit mir Freude und Kummer gefühlt

Und wirst du mir doch für immer und ewig fehlen
Die Erinnerung kann mir nichts und niemand mehr nehmen
Deine Seele war voll Vertrauen und unendlicher Liebe
Nun ist davon nur die Erinnerung geblieben
Und werd ich eines Tages auf meine letzte Reise gehen
Dann hoffe ich dich endlich wieder zu sehen

Es war ein Stück Himmel dass es dich gibt
So wie du hat mich wohl kaum jemand geliebt
Ich danke dir für die schöne Zeit hier auf Erden
Und denke bitte daran ich glaube dass wir uns wieder sehen werden. 

Heut Nacht

Hast mich heut Nacht im Traum besucht,
so real, mir zum Greifen nah.
Ich wurde wach -
du warst nicht da,
Tränen in den Augen
verschleiern mir den Blick,
du fehlst mir so
und kehrst nie mehr zurück.

Nur eine Weile ist es her,
als das Schicksal dich mir nahm.
Seh dich noch dort liegen,
ich nahm dich in den Arm.
Hab deine Wärme noch gespürt,
doch du bewegtest dich nicht mehr,
alles Leben plötzlich fort,
in mir ist alles Leer.

Hab dich so geliebt,
hast mir so viel gegeben,
nur kurz hast du gelitten,
vorüber war dein kleines Leben.
Eben noch warst du bei mir,
sahst mich an ein letztes Mal,
wo bist du hin, mein Lieber:
frag ich mich voller Qual.

Bist wohl im Regenbogenland,
ohne Leid, gehts dir dort gut.
Die Hoffnung, dass wir uns wiedersehen,
lindert Schmerz, gibt neuen Mut.
Tage voller Licht und Schatten,
Tage voller Freude und Glück.
Mir bleibt nur die Erinnerung
an die schöne Zeit mit dir zurück.
Ein Blick in deine frohen Augen
und wir hatten uns gefunden
hast so gern getobt, gespielt,
warst mein Trost in schweren Stunden.

Hast mich immer treu begleitet,
ich dank dir so dafür,
dein Platz in meinem Herzen
sei gewiß, bleibt immer hier!
Bis du in meinen Armen liegst,
wird noch viel Zeit vergehn,
besuch mich ruhig in meinen Träumen
bin froh, dich so glücklich zu sehn!
Das Leben geht weiter,
von nun an ohne dich,
sieh herab von deiner Wolke

und vergiss mich nicht. 

Danke

Ich weiß noch genau die Stunde,
als du kamst in unsere Runde.
Schautest alle einzeln an.
„Diesen nehme ich", sagtest du dann.

Hochgenommen auf den Arm,
ach, bei dir war es so schön warm.
Der Geruch, der war mir neu
und ich dachte voller Scheu:
„Was kommt jetzt wohl auf dich zu?“
die Frage ließ mir keine Ruhe.

Ab ins Auto, schon ging es los,
wohin komme ich denn nun bloß?
Bald war diese Fahrt vorbei,
mir war alles einerlei.

Denn vor Angst konnte ich nur beben,
auf den Teppich ging der Segen.
Ins Körbchen setztest du mich nun,
sollte mich dort richtig ausruhen

Neugierig sah ich mich um,
ach es war doch auch zu dumm.
Keiner war zum spielen da,
und nun wurde es mir klar:
Jetzt bist du doch ganz alleine
hört denn keiner, das ich weine?

Dann kamst du ins Zimmer rein,
sprachst ganz ruhig auf mich ein.
Mein ganzer Kummer war schnell verflogen,
sie waren weg nun, meine Sorgen.
Es war als hätte ich geträumt,
nun hatte ich einen großen Freund.

Viele Jahre sind wir nun zusammen,
gemeinsam durch dick und dünn gegangen.
Meine Beine wollen heut oft nicht mehr,
das Laufen fällt mir gar oft schwer.

Ich will es nun doch einmal wagen
und es dir hier ganz offen sagen:
Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,
großer Kummer dich bewegt.

Einen Trost in deinem Leid:
Sie war schön mit dir, die Zeit.
Denke dann in stillen Stunden,
wie viel Liebe uns verbunden.

Einer war für den anderen da
und zudem war es mir klar:
Eine Liebe, rein wie das Licht,
mein Herz, das schlug doch nur für Dich.

Denk an unsere schönen Zeiten,
gern erinnere ich mich zurück.

Für einen treuen Hund,
in Angedenken aller anderen Hunde die in allen Ländern hingerichtet werden. 

Hundeaugen

Hundeaugen wunderschön,
seh´n dich strahlend an.
Sagen, woll´n spazieren geh´n,
komm zieh dich schon an.

Leuchten, wenn du kommst nach Hause,
liebend schau´n sie hoch zu dir.
Schwänzchen wedeln, Bäuchlein kraulen,
bitte bleib doch jetzt bei mir.

Manchmal können sie auch sagen:
"Habe etwas angestellt.
Sei mir bitte nicht mehr böse,
mach sie wieder heil die Welt.

Könnte man denn solchen Augen
ernsthaft wirklich böse sein?
Ist doch dieses kleine Wesen
unser ganzer Sonnenschein.
(von Christina Telker) 

Wünsche einer Hundemutter

Im Hundekörbchen tummeln sich seit gestern -
zwei Hundejungen mit ihren Schwestern.
Die Augen der Mutter sind verquollen,
der Vater, er drückt sich und ist verschollen!

Die Hundemutti weiß -
sie hat gesündigt; im Korb liegt der Preis.
Und ist auch nicht jedes gerade nach ihr -
sie liebt ihre Babies alle hier.

Sie knubbeln und schnuckeln an Muttern herum,
diese ist lieb, sie freut sich und drum
läßt sie den Kleinen so manchen Willen -
und macht sich Gedanken im Stillen:

"Eine gute Fee müßte vor mir stehen,
nur von Hundemuttis wird sie gesehen!
Einen Sack voll Wünsche trägt sie bei sich.
Oh, nur einen, Fee, hätt` ich an Dich:

Gib` meinen Kindern ein gutes Leben,
lasse sie nehmen und vielmehr geben!
Mach` daß nie ein Mensch sie quält,
laß` es ihnen gut gehen auf dieser Welt.

Ich sehe es vor mir, ganz genau,
eines von ihnen kommt zu einer Frau,
die immer allein ist, von allen vergessen.
Was ihr der Hund ist, kann keiner ermessen!

Da ist ein Kind, das niemals lacht,
was hat man schon alles mit ihm gemacht!
Es wünscht sich ein Hündchen ach so sehr,
sein Wunsch wird erfüllt - es gibt keine Tränen mehr!
Ein junger Mann, dem ging´s immer gut -
dann nahm ein Unfall ihm jeden Mut.
Eines meiner Jungen gibt ihm sodann,
was menschliches Mitleid nicht geben kann.
Und mein Kleinster, der letzte hier,
mein Frauchen beschloß - der bleibt bei mir!

Ich hoffe, Du Fee, Du kannst mich noch leiden,
oder war ich wirklich zu unbescheiden?

Meinen Wunsch nehm` ich trotzdem nicht zurück -
Für Dich, für die Hunde, für alle viel Glück! 

Mein Hund

Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt,
mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
Er ist der Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
Wie er sich an meine Beine lehnt,
beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe...,
sagt mir tausendmal, daß ich der einzige Grund seines Daseins bin.

Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zu lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zu Narren, sieht er darüber hinweg.
Gelingt mir etwas, lobt er mich.

Ohne ihn bin ich nur einer unter vielen.
Mit ihm bin ich stark. Er ist die Treue selbst.
Er lehrt mich die Bedeutung der Liebe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.

Er lehrt mich verstehen, wo vorher Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen.
In seiner Gegenwart habe ich keine Angst vor Dunkelheit
und Unbekanntem.
Er versprach auf mich zu warten,... wann und wo auch immer...
ich könnte ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn - wie ich es immer getan habe.

Er ist eben mein Hund.
von: GENE HILL 

Der Betrug

Man hat mich gesehen
und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund,
der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin lieb und hübsch
und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten,
es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg
und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank,
mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt,
daß ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Meine rechtes Ohr hängt,
das linke blieb stehen,
und auf einem Auge
kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen
und weiß nicht warum.
Sie finden mich häßlich,
mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und du? Wer bist du?
Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase
nur am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an
und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein.
Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um,
sein Schwanz fächelt leicht -
der Wind, der von Norden herüberstreicht.

Der Blick seiner blauen Huskyaugen
scheint sich am Fragenden festzusaugen.
Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,
daß wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht, wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausend Welpen geboren.
Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug!
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschußfracht
sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze,
setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton
zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu,
und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß,
niemand wissen will.
Dann legt er sich nieder,
bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele!
Viel mehr, als man glaubt..!

(I. Winiawsky) 

Muß das sein ?

Ich bin Biene, ein Rottweiler,
war angebunden an 'nen Pfeiler,
hab gewinselt und gejault,
das Vertrauen an euch war angefault.

Ich bin Biene, ein Rottweiler,
brauche jetzt 'nen Seelenheiler,
sitz im Tierheim Tag für Tag,
gibt es keinen, der mich mag?

Ich bin schwarz und groß dazu,
hab ich denn gar keine Ruh?
Trag den Maulkorb am Munde
wie noch viele andere Hunde.

Und der Hals schmerzt mir so sehr,
ich hab keinen Freilauf mehr.
Kann die Leine nicht mehr sehn.
Wie soll das denn nur weiter gehn?

Ich will ein Zuhause haben!
Doch ich hör nur alle sagen:
"Sieh dir diesen Kampfhund an,
wie man sowas züchten kann!"
Beißt nur hin und beißt nur her,
Herz hat der bestimmt keins mehr!

Natürlich habe ich ein Herz!
Es ist voll mit ganz viel Schmerz.
Gibt es keinen der mich liebt?
Wie es mir im Ohre piept,
hör nur noch böse Sätze,
will es nicht mehr das Gehetze!

Will denn niemand hier verstehn,
es kann doch nicht so weitergehn !
Nicht die Hunde tragen Schuld,
sondern die, die sie einst geholt.

Lassen sie kämpfen auf Plätzen,
der Beste, der darf weiter hetzten,
wer nicht spurt, der wird geschlagen,
wer wird das denn lang ertragen!?

Wie lang ich hier noch sitze weiß ich nicht.
Aller Lebenswille scheint verwischt.
Seit ihr denn wirklich so dumm?
Seht ihr nur die Hülle drum.

Doch was wirklich drinnen steckt
das wißt ihr nicht: ein Freund,
der mit euch geht durch Dunkelheit und Licht !!!! 

Ein glückliches Hundeleben

Ich weiss noch genau die Stunde,
als Du kamst in unsere Runde.
Schautest alle einzeln an.
"Diesen nehme ich", sagtest Du dann.

Hochgenommen auf den Arm,
bei Dir war es sehr schön warm.

Der Geruch, der war mir neu,
und ich dachte voller Scheu,
was kommt jetzt auf dich zu,
und ich hatte keine Ruh.

Ab ins Auto, schon ging's los,
wohin komm ich denn nun bloß ?
Bald war diese Fahrt vorbei,
mir war alles einerlei.
Denn vor Angst konnt' ich nur beben,
auf den Teppich ging der Segen.

Ins Körbchen setztest Du mich nun,
um mich dort mal auszuruhen.
Neugierig sah ich mich dann um,
aber es war doch zu dumm.
Keiner war zum spielen da,
und es wurde mir nun klar;
jetzt bist du doch ganz alleine,
hört denn keiner, dass ich weine?

Dann kamst Du ins Zimmer rein,
sprachst ganz ruhig auf mich ein.
Mein ganzer Kummer war verflogen,
sie war'n weg nun meine Sorgen.
Es war, als hätte ich geträumt,
nun hatte ich einen großen Freund!

Viele Jahre sind wir nun zusammen,
sind durch Dick und Dünn gegangen.
Meine Beine wollen oft nicht mehr.
Das Laufen fällt mir oft gar schwer.

Ich will es nun doch einmal wagen
und es Dir ganz offen sagen:
Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,
grossen Kummer Dich bewegt,
einen Trost in Deinem Leid:
Sie war schön mit Dir, die Zeit.

Denke dann in stillen Stunden,
wieviel Liebe uns verbunden.
Einer war für den Andern da,
und es war doch wirklich klar:
Eine Liebe, rein wie das Licht,
mein Herz, das schlug nur für Dich !

 

Der alte Kettenhund

Ich bin allein, es ist schon Nacht
und stille wird´s im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht,
dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,
deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Bett
bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt,
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.

Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört,
und wüßt mein Herr auch, was mir fehlt,
er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang,
zum zehnten Mal leck´´ ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt,
den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,
sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück
und nie werd´ ich sie los.

Was Freiheit ist, das lern ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.

So lieg ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei....

Kleine Heuler

Das Packeis färbt sich blutigrot,
der März erstickt im Jammer,
die Seehundskinder schlägt man tot
mit einem spitzen Hammer.

Wenn Nachts im Zelt bei Schnaps
und Speck die Jägersleut' palavern,
dann hält die Mutter Totenwacht
bei ihren Kindskadavern.

Sie hat geboren, hat gesäugt,
sie gab den Babys Futter,
nun trauert sie und heult
und klagt wie jede and’re Mutter.

Es muss der Mensch trotz nackter Haut
kein Tier ums Fell erschlagen,
die Schere tut dem Schaf nicht weh,
der Mensch kann Wolle tragen.

(Gert O.E. Sattler) 

Gedanken eines "Kampfhundes"

Ich kann leider nichts sagen,

bin nur ein Hund und werde gequält seit Tagen.

Wenn ich nur schreiben könnt, schrieb ich ein Gedicht

und hätt dabei - Tränen im Gesicht.

Man sagt ich wär ein Kampfhund das ich gefährlich bin.

Öffnet Eure Augen - schaut genauer hin!

Bin ich nicht nur ein Werkzeug, von Menschen scharf gemacht

von diesen skrupellosen - die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und beiße auch

doch so ein Hund wohl keiner brauch.

Man sagt das ich jetzt sterben muss,

mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

Bin ich doch nur das Werkzeug Euer -

gemacht von Euch zum Ungeheuer.

Doch wenn ich jetzt auch sterben muss,

durch Todesspritze oder Schuss,

geb ich Euch Menschen einen Rat -

ich bin ein Hund, ein Kamerad!

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein

und lasst die Hunde Hunde sein!

Das schrieb ein Hund der Kampfhund ist

und weiß - das manch ein Mensch nicht besser ist.


Teil II


Kann immer noch nicht sprechen, bin immer noch ein Hund,

werde immer noch gequält - ich kenne nicht den Grund.

Ich schreibe hier an Euch, es geht mir nicht sehr gut

ich habe meine Tränen - ersetzt durch Hass und Wut.

Ein Hund den skrupellose Menschen hetzen

geprägt von Hass und Wut

wird sicherlich verletzten –

er täte keinem gut.

Dann ist er wieder da der böse scharfe Hund.

Dann könnt Ihr wieder töten – dann habt Ihr einen Grund.



Ich begreif Euch Menschen nicht

woher kommt der Drang zum Töten – und warum trifft er mich?

Was Ihr mir dann versetzt ist nur ein kleiner Stich

nun habe ich sie doch – die Tränen im Gesicht.

Meine Augen werden schwerer sie schließen sich dann ganz

in meinem Hundekörper - beginnt der Todestanz.

Jetzt bin ich tot, mein Körper wird ganz kalt

macht Ihr zumindest vor meinem Grabstein halt?

Da steht gemeißelt es ganz klein:

Er wollte nie ein Kampfhund sein.


Ich bin ein "Kampfhund"

Ich bin verspielt, ich bin noch klein
und meine Seele ist noch rein.
Ich hab gewartet auf einen Freund,
auf jemanden, der mich mag.

Dann kamst du - ach, wie hab ich mich gefreut!
Ich wusste nicht wie es sich fühlt -
wenn Menschenhand nach einem greift!
Doch dann!!!! Es tat so weh.
Ich wusste nicht warum.

Von jetzt an deine Hände - für mich nur Schläge bedeuten.
Ich bin fertig, voller Schmerzen.
Nein, mein Schreien und Wimmern hat niemanden gestört.
Jetzt ist die Zeit sich mal zu wehren,
nach deinen Händen mal zu beißen.

Doch es wird schlimmer und geht weiter,
Schlag für Schlag und Tag für Tag.
Ich habe Durst und Hunger.
Ja, du mein Herrchen gibst mir was.
Es schmeckt nicht gut,
doch was soll ich machen?

Es ist halt Blut!!!!!!!!

Ich wachs heran und wachs heran,
Schläge sind Routine! Doch dann....
Ein Kalb man mir zu Füßen legt,
mich dazu zwingt und mit der Stange schlägt!

Ach! Das will das Herrchen nun von mir!
Zerfetzen soll ich nun das Tier!

Ich hoff' oh Herrchen, das ist gut !?
Doch du, du hast nur noch mehr Wut!
Zerrst mich herbei
und noch so einen wie mich.

Ein Freund?
Nein ! Den kenn' ich nicht.

Oh ja mein Herrchen, den zerfetze ich auch für dich!

Ich dachte Gutes wäre nun vollbracht.
Das Töten hast du mir beigebracht!!!

Meine Seele ist auf ewig nun zerstört
und es gibt keinen, der mein Wimmern hat gehört.

Was heute ich - bist morgen du!
Schreit es hinaus in die ganze Welt!

Nur ein gutes Herrchen, auch ein gutes Tier erhält !!!

Einen Kampfhund gibt es nicht,
der ist von Menschenhand gemacht!
Drum gebt auf eure Hunde acht!

Denkt mal darüber nach ! 

Muss ich jetzt sterben ?

Darf ich mal fragen?
Muss ich jetzt STERBEN?

Ich gehöre, glaub ich zu diesen Rassen, die
jetzt fast alle so hassen!

Getan hab' ich nichts,
ohne Rolle dies ist.

Ich wurde einfach im Stich gelassen.
Ich kann es immer noch nicht fassen.

Ein Schild um den Hals,
wo "drauf steht, wie ich heiß"
damit der,
der mich findet, dieses auch weiß.

Ich wurde einfach angebunden,
mein Herz ist nun voller Wunden.

Andere wurden von ihrer Familie genommen,
wenn ich nur dran denke,
wird mir ganz beklommen.

Lernt uns doch mal richtig kennen,
vielleicht würdet ihr uns dann nicht mehr BÖSE nennen.

Ich glaub ich träume,
da kommt jemand um mich zu retten!

Wenn ich's nun nicht schaffe und verlier,
dann ich euch Politiker "gratulier'".

Mein Mitgefühl mit den nächsten Rassen,
die geopfert werden für euer Hassen.

Werd später im Himmel all die anderen von uns treffen,
hoffe, wir werden dies können vergessen.

Unbegreiflich, was du uns tust,
denn du bist und bleibst
für uns doch das höchste Gut.

Von einem Menschen geliebt zu werden,
ist trotzdem für uns noch das Höchste auf Erden.

Darf ich mal fragen:
"MUSS ICH JETZT STERBEN?" 

Kampfhundeverordnung

Wieder einmal hat der Mensch der doch so gut,
vergossen vieler unschuldiger Tiere Blut,
und fühlt sich stark und groß und mächtig,
und hält die Tat auch noch berechtigt.
Das Urteil das er über all die Tiere hat gefällt,
lässt ihn sich auch noch fühlen wie ein Held,
stark fühlt er sich in seiner großen Macht,
obwohl er Leid den Tieren doch nur hat gebracht.
Wer, wenn er schaut in all der toten Hunde Augen,
kann dann noch an des Menschen GUTE glauben ?
C.W.

Kriminell

Ich bin "kriminell"...
meinen die Medien,
denn ich habe einen "Kampfhund"
an der Leine
ich brauch ihn als Waffe,
als Selbstbestätigung,
will damit nur zeigen,
seht her wie toll ich bin !

ich bin "unnormal"...
meinen die Bürger
weil ein "normaler" Mensch nie
mit so einer "Bestie" herumläuft,
wie kann er nur, ist der verrückt ?

ich bin "asozial"...
meinen die Nachbarn,
bin Dealer, Junkie, Zuhälter,
denn nur Leute aus diesem Milieu
führen "solche" Hunde aus !

ich bin "eine potentielle Gefahr"...
meinen die Behörden,
besitze die "Bestie" nur zum Kampfe,
ich mache ihn "scharf", trainiere ihn hart,
und hoffe nur, dass er sich paart

ich bin ein "Außenseiter"...
meinen die Anderen
wie DER schon aussieht
lange Haare, tätowiert,
Lederjacke, unrasiert !
Bestimmt ist DER auch vorbestraft,
Kinder, Rentner aufgepasst !

ich bin Dir dankbar...
meint der Hund an meiner Leine,
weil Du trotzdem mit mir Gassi gehst,
mich streichelst, fütterst und berührst
mir Liebe schenkst und mir vertraust
ich bin doch "nur" ein Hund
mit "falscher" Rasse !

...und deshalb bin ich gerne
ein krimineller, unnormaler,
asozialer, potentiell gefährlicher
Außenseiter

Diese Gedicht ist von Wolfgang Pungartnik 

Der Wesenstest

Nun gib mir endlich einen Grund
dich einzuschläfern blöder Hund...
Bin Wesenstester, muss es wissen.
Wie viel hast du schon gebissen ?

Als Kampfhund bist du einst geboren,
das sieht man deutlich an den Ohren.
Bist aggressiv, gemein und wild -
so stand es gestern in der "BILD".

Ich brech dir mit dem Stock die Knochen
das bringt dich sicherlich zum Kochen.
Hör auf zu wedeln, will's nicht seh'n
du musst mir an die Kehle geh'n.

Hör auf zu winseln, will's nicht hören
mich kannst du damit nicht betören.
Vielleicht, das kann gut möglich sein,
fällt dein Besitzer darauf rein.

Doch ich, ich weiss es einfach besser,
du bist und bleibst ein Menschenfresser.
Den treuen Blick, den kannst du lassen,
ich muss und will und werd' dich hassen.

Ich sorg', dass du und all die anderen,
ganz flugs in den Container wandern.
Du knurrst und beisst und wehrst dich nicht,
wie es als Kampfhund deine Pflicht ?

Nun wehr dich endlich blöder Hund
kann dich nicht töten ohne Grund.

Nach oben
Man hat mir meinen Hund genommen

Man hat mir meinen Hund genommen!
In der Nacht sind sie gekommen -
sagten, dass er bissig sei
und sie von der Polizei.

Er tat niemand was zuleide,
schlief sogar in meinem Bett,
war der Letzte meiner Freunde
und zu Allen ganz ganz nett.

Im Sommer hat es angefangen.
Die anderen Kinder sind gegangen,
durften nicht mehr zu mir gehen,
mich zum Spielen nicht mehr sehen.

Frag ich die Großen dann: "Warum?"
Sind sie vor Traurigkeit ganz stumm.
Mein Hund hat die falsche Rasse,
ist jetzt in der Kampfhundklasse.

Ach mein Kummer ist so riesig
und der Schmerz, der ist so groß!
Und ich frag mich immer wieder: "
Was ist bloß in Deutschland los?"

Ihre Augen sind wie Seen
und sie sind von Tränen blind.
Ach, sie können's nicht verstehen -
nicht nur, weil sie Kinder sind!

Ihre Augen sind wie Seen
und sie sind von Tränen blind!
Und ich frag mich immer wieder:
"Wo führt DAS nur hin, mein Kind?" 


Der "Kampfhund"

In letzter Zeit wird viel berichtet
Von Hunden, welche, abgerichtet
Zum Beißen, Kämpfen sind erzogen,
aus diesem Anlass wird erwogen
um schlimme Sachen zu verhüten
bestimmte Rassen zu verbieten.

Doch nicht die Rasse ist der Grund,
wird aus dem Tier ein "blöder Hund."
Dieser ist, wie ich ganz ernsthaft meine,
wohl am anderen Ende mancher Leine.

Zwar soll ein Hund "gehorsam" sein,
doch bleust du´s ihm mit Schlägen ein,
wird er sich''s merken und dann später
wird irgendwann der Hund zum "Täter".

Und ist es dann einmal soweit,
hats mancher schon zu spät bereut,
daß zuviel Strenge, zuviel Drill,
weit hinausschießt übers Ziel.

Am Sonntag steht dann in der "BILD"
"Untier Kind und Oma killt."
Zwar sind beide "nur" verletzt
Doch alle Welt ist aufgehetzt.

Ruft nach Gesetzen streng und hart
Für Hunde welcher solcher Art,
als Waffe abgerichtet
gehören ausnahmslos vernichtet.

Dabei vergisst man allzu leicht,
er wäre damit nichts erreicht.
Den Züchter (Halter) gilt es einzubuchten,
erst dann wird ein Gesetz auch fruchten.

Und überdies vergess man nicht
dies ist auch Grund für mein Gedicht
Der Hund ist doch des Menschen Freund
Dem Herrchen treu ergeben.

Auch wenn er ab und zu mal streunt
DER HUND - lang soll er leben! 

Wann wird man je verstehen ???

Wann wird man je verstehen ?

Sag mir, wo die Staffis sind,
Wo sind Sie geblieben?
Sag mir, wo die Bullys sind,
Was ist geschehen?
Sag mir, wo die Terrier sind,

Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag, wo die Molosser sind,
Wo sind Sie geblieben?
Sag mir, wo die Doggen sind,
Was ist geschehen?
Hunde, die nicht schuldig sind,
Ämter holen Sie geschwind!

Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag, wo Deutschlands Hunde sind,
Wo sind sie geblieben?
Überall weint jetzt ein Kind,
was ist geschehen?
Sag, wo Deutschlands Hunde sind,
Über Leichen weht der Wind,

Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag, wo unsere Tiere sind,
Wo sind Sie geblieben?
Sag mir, wo die Menschen sind,
was ist geschehen?
gingen fort, weil Irrsinn tobt,
dahin, wo's gibt keine Not,

wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag, wo die Minister sind,
Höhnen, während Zeit verrinnt,
sag mir, wer in Deutschland spinnt,
was ist geschehen
Protest verhallte leer im Wind
Sag, wo die Minister sind,

wann werden die's verstehen, wann werden die's verstehen,

Sag mir, wann die Wahlen sind,
wie es steht geschrieben,
sag mir, wo die Wähler sind,
was wird geschehen?
wählten Freunde, ganz geschwind,
Minister, die verweht der Wind,

Das müssen die verstehen, das müssen die verstehen,

Sag, wo unsere Hunde sind,
wo sind sie geblieben?
Niemals wieder, ruft ein Kind,
wird das geschehen
eine neue Zeit beginnt,
Minister sehen, wer wir sind,

Wir werden wählen gehen, das wird man gut verstehen.

© Musik : Pete Seeger / Sanga Music Inc.
© Text: Werner M. Klinger, FDP/ Gerd Haucke)


Ein Tier das bellt...

In sieben Tagen schuf Gott die Welt,
zwischendrin ein Tier das bellt.

Der eine sieht es als Vieh, ein anderer sagt:
Es ist ein Genie.
Wieder andere reden nicht rum, sagen:
"Es sei Dumm".
Andere allerdings meinen, es soll an die Leine,
dann gibt es solche,die können es nicht ertragen,
haben es satt:"So ein Tier gehört nicht in die Stadt"

Nun fragt Ihr Euch, was ist denn das ?
Wer bringt Euch Glück, wer nimmt Euch Last?
Wer lässt die Trauer von Euch gehn?
Wer lässt die Blinden wieder sehn?
Wer lässt die Einsamen nicht allein?
Wer nimmt den Kranken ihre Pein?
Wer gibt uns soviel Glück- und erwartet nichts zurück?
Wer macht das Leben für uns rund?
Ihr wisst es schon, es ist der HUND

Gabi Gummert

 

Tierrechte: Zitate
"Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du ein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht - Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst - Darauf kommt alles an."
~ Leo Tolstoi