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Helfen Sie uns zu helfen!

Auch unsere Tierfreunde in Bulgarien sind auf unsere Spenden angewiesen. Nur gemeinsam mit Euch/Ihnen kann diesen Straßentieren geholfen werden.

Reisebericht Plovdiv vom 30.05. bis 04.06.2015

Nach einer langen Planung ging es zum dritten Mal wieder mit dem Flieger Richtung Sofia. Ziehl ist die Auffangstation in Plovdiv von Galja und Vlado.


Leider waren Melly und Thomas dieses Mal nicht mit dabei. Durch Ihre 4 Hunde (2 aus der Auffangstation) war es schwierig einen Hundesitter zu finden. Aber wir dachten an Euch!
Unsere Tierfreundin Fatima kam am Vorabend gegen 21.15 Uhr mit dem Zug in Unna an. Für sie war es der erste Besuch in Plovdiv. Nach einer kurzen Nacht trafen wir gegen 6.00 Uhr auch Nicole Klein.


Unsere Maschine startete mit einer halben Stunde Verspätung. Während des Fluges haben wir unsere Tage in Bulgarien geplant, denn es muss jeder Tag ausgefüllt sein. Wie immer hatten wir uns viel vorgenommen, aber meistens reicht dann doch die Zeit nicht aus.


Wir sind fast pünktlich in Sofia gelandet. Koffer geholt und ab durch die Kontrolle. Alle 3 Koffer haben so um die 30 kg gewogen. Ein paar Sachen zum Wechseln und sonst nur alles Spenden für die Hunde und Katzen!


Am Flughafen wurden wir schon von Maria erwartet. Da wir Maria vom letzten Jahr schon kannten hat es uns besonders gefreut. Im ersten Moment hatte ich sie nicht erkannt, aber sie stand neben dem Schild „Nicole König von Sixt“!


Jetzt kam das nächste Problem! Die 3 sehr großen Koffer ins Auto zu bekommen. Hatten ja nicht damit gerechnet, das Maria am Flughafen ist. Aber alles super geklappt und alle hatten Platz. Mit Maria sind wir zu Ihrer Tierklinik gefahren, wo sie und ihre Mitstreiter die Katzen behandeln lassen. Das Team war super nett. Dank unserer lieben Spender konnten wir auch hier schon Geld übergeben, damit sie weitere Katzen kastrieren und medizinisch behandeln können. Danach haben wir Maria noch Sachspenden übergeben. Sie hat sich über alles richtig gefreut! Und wir uns auch!


Gegen 16.00 Uhr ging es weiter Richtung Plovdiv zu unserem Hauptziel.


Endlich, nach 18.00 Uhr konnten wir unsere Zimmer beziehen. Kurz auf die Zimmer, dann ab in die Stadt. Um 20.00 Uhr waren wir schon wieder mit Galja, Vlado und Lilly in unserem Lieblingsrestaurant verabredet. Auf das Wiedersehen haben wir uns alle gefreut. Auch Ralli, die Tochter von Galja und Vlado war dieses mal mit dabei. Wir gingen unsere Tagesabläufe durch, damit wir so viel wie möglich in diesen 5 Tagen erledigen können. 5 Tage sind leider nicht ausreichend, aber da wir alle berufstätig sind, ist es anders nicht möglich gewesen.
Lilly ist und in diesen Tagen eine sehr große Hilfe, denn sie kann sehr gut Deutsch, was für uns in Bulgarien sehr hilfreich ist. Danke Lilly ♥


Nach einem guten Essen haben wir uns verabschiedet und uns für den nächsten Tag verabredet. Lilly kam um 10.00 Uhr zum Hotel und wir sind dann gemeinsam zur Auffangstation gefahren. Dort wartete schon Arbeit auf uns.


Schon beim letzten Besuch hatten wir Malerarbeiten erledigt, und dieses mal waren die Paneele im Katzenhaus dran. Und das bei gefühlten 30° Grad.
Einige freiwillige Helfer waren auch vor Ort und so ging es zügig voran.  Nach der Arbeit haben wir dann noch etwas zusammen gesessen.

Da wir 3 Mädels ziemlich platt waren, sind wir schon früh essen gegangen und dann ziemlich schnell auch schlafen.

Screenshot: Google
Screenshot: Google

Am nächsten Tag stand Pepa auf dem Programm.


Zu Pepa: Sie ist eine Alleinkämpferin in Hisarya (1 Stunde von Plovdiv entfernt) und wir kennen sie auch persönlich. Die "Tierhilfe KowaNeu e.V." hat sie schon öfters unterstützt.


Mit Sachspenden im Gepäck ging es los. Ach ja, wir hatten vorher noch bei Kaufland (in Bulgarien) die Regale mit Katzenfutter leer gekauft. An der Kasse haben Sie uns ganz komisch angeschaut :-).


Pepa hat sich gefreut das wir unser Versprechen, ihr zu helfen und sie zu besuchen, eingehalten haben. Uns natürlich auch.

Erst einmal  haben wir die neuen Katzen bewundert um die sie sich liebevoll kümmert. Denn ohne Pepa wären sie auf der Straße verloren. Auch hier nochmals ein herzliches Dankeschön an unsere Unterstützer, denn ohne Euch könnten wir auch hier nicht helfen. Darum freuen wir uns über jede Spende die hier sehr wichtig und hilfreich ist.  

Nicole Klein, Pepa, Nicole König & Fatima
Nicole Klein, Pepa, Nicole König & Fatima

Später stellte Pepa uns noch ihrem Tierarzt vor, der sehr nett war. Leider sind die Mittel in der Praxis sehr dürftig. Da ich (Nicole König) gelernte Tierarzthelferin bin und über 15 Jahre im Beruf gearbeitet habe, musste ich echt schlucken! Nicht zu vergleichen mit einer TA-Praxis bei uns. Aber der Tierarzt war trotzt der wenigen Mittel ein sehr optimistischer Mensch. Auch hier konnten wir etwas Geld da lassen.

Sari die Straßenhündin
Sari die Straßenhündin

Nachdem dies alles erledigt war. Sind wir in die City nach Hisarya gefahren.
Und das war das Verhängnis.

Kaum aus dem Auto und Richtung Innenstadt/Zentrum, lief uns eine kleine Hündin über den Weg. Da wir immer Futter im Auto haben, konnten wir ihr gleich etwas Futter hinstellen.


Sie war vor Hunger unter einem Müllcontainern am suchen nach Futter. Ein trauriges Bild :-(. Kurze Zeit später saß sie schon neben mir. So eine süße Maus. Wir haben nicht lange überlegt und wollten sie eingefangen, um sie mit zu Galja und Vlado zu nehmen. Dafür brauchten wir 2 Stunden, da sie schon auch etwas scheu war. Die Maus humpelte etwas. Es wären noch ganz viele gewesen die wir am liebsten mit eingesammelt hätten. Aber leider ging es nicht.


Die Gefahr ist, dass sie in kürzester Zeit dann auch vergiftet werden. Die Reaktionen der Menschen in Hisarya möchte ich nicht wieder geben. Ist einfach nur zu traurig. Pepa hat sich total gefreut, dass wir die Hündin mitgenommen haben.

Straßenhunde in Bulgarien
Straßenhunde in Bulgarien

Auf dem Rückweg haben wir der kleinen auch schon einen Namen gegeben. SARI von Hisarya! Und das tolle ist, SARI hat schon ein Zuhause gefunden! Ich könnte noch so viel über unsere Eindrücke  schreiben. Nun haben wir noch 3 Tage vor uns!

Als wir mit Sari in der Auffangstation angekommen sind, nahmen sich Galja und Vlado sofort der Hündin an.


Sie wurde direkt entwurmt und gegen Flöhe behandelt. Galja hat sich Sari auch genau angeschaut und sofort ein paar Zecken entfernt. Wir waren richtig froh, Sari in Sicherheit zu wissen!

"Ein Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier."

Da wir mittlerweile späten Nachmittag hatten und die Zeit nur so verflogen ist, haben wir uns mit Rali und Vlado auf dem Weg zum Baumarkt gemacht! Dort wollten wir Fliesen für das neue Katzenhaus kaufen. KowaNeu konnte die Wand- und Bodenfliesen, Dank der Spenden die wir erhalten bezahlen. Wir hatten vorher gefragt was wichtig ist! So etwas freut uns immer, wenn man helfen kann.


Danach ging es sofort wieder zur Auffangstation. Lilly hatten wir unterwegs auch noch eingesammelt.

Galja hatte uns ganz leckeres Essen gemacht. Bulgarische Küche. Und extra für mich Banitza (Blätterteig mit weißen Käse! Lecker!!). So saßen wir dann am Abend in gemütlicher Runde und haben uns über die Auffangstation und dem Tierschutz in Bulgarien unterhalten.


Es ist in Bulgarien nicht leicht, weil viele Menschen dort es nicht verstehen, dass wir Deutschen in ihr Land kommen und uns um ihre Straßentiere kümmern. Leider haben diese Tiere nicht diesen Stellenwert wie bei uns. Sicher auch, weil die Menschen oft selber nicht viel haben. Die einzig sinnvolle Methode ist das Kastrieren der Straßentiere, um eine Population  einzudämmen.


Der dritte Tag ging nun auch schon wieder zu Ende!

Tag 4:

Früh aufstehen, frühstücken und ab ins Auto. Heute waren wir mit 2 lieben Mädels aus Sofia verabredet, mit Eli und Geri. Dank Galja kam dieser Termin zustande. Die Beiden kümmern sich um die Katzenhölle. Katzenhölle: Sie besteht aus 3 verschiedenen Anlaufstellen wo sich liebe Menschen um die Katzen kümmern. Und das mitten in der Pampa, bzw. einem Bergdorf am Rande von Sofia. Ein ruhiges Flecken Erde, wo man so ein Elend gar nicht vermutet. Eli und Geri haben uns mitgenommen. Sie haben in den letzten 2 Jahren da schon viel erreicht. Hut ab. Aber trotzdem wird auch da noch dringend Hilfe benötigt! Futter, Flohmittel, Entwurmung usw..

Im Winter kommen die Mädels da gar nicht hin, weil der Schnee dann zu hoch liegt. Sie bringen kurz vor Winterbeginn Futter zu den Stellen, damit die Tiere auch im Winter versorgt werden können. Auch wir hatten das Auto wieder voller Futter für die beiden. Gerne würden wir dort mit Futter und auch mit Kastrationen weiterhelfen.


Von den Menschen die da leben und die Tiere versorgen wurden wir herzlich aufgenommen. Uns wurde alles gezeigt und erklärt! DANKE noch mal dafür.

Mittlerweile war es 17.00 Uhr und wir mussten zurück nach Plovdiv. Der Abschied von Eli und Geri war herzlich und wir sehen uns ganz sicher wieder. Zum Abschied haben wir noch tolle Shirts von den Mädels bekommen. Wir halten Sie in Ehren!


Als wir um 19.00 Uhr im Hotel angekommen sind, haben wir kurz mit Lilly telefoniert, weil wir verabredet waren. Kurz frisch gemacht und den Rucksack wieder gepackt mit Futter für die Streuner. Bei Lilly haben wir Buck uns Jespar wieder getroffen. Lillys Hunde, bzw. Buck hat ein tolles Zuhause in Deutschland gefunden und wird in den nächsten Tagen hier ankommen. Lange haben wir allerdings nicht durchgehalten. Der Tag war einfach zu lang und wir sind dann ins Hotel.

Mit Sari beim Tierarzt
Mit Sari beim Tierarzt

5 Tag:

Unser letzter Tag in Plovdiv. Wir waren alle schon sehr traurig. Gegen Mittag waren wir mit Galja und Vlado am Hotel verabredet. Wir wollten mit Sari zum Tierarzt. Sari wurde untersucht und hat auch die erste Impfung bekommen. Mit dem Tierarzt haben wir auch die Kastration besprochen die wir als Verein auch bezahlen werden.


Nach ca. 1 Stunde haben wir uns von dem Tierarzt verabschiedet. Alles ist super verlaufen.


Da unsere Freunde noch einiges zu erledigen hatten, haben wir uns erst einmal verabschiedet und uns wieder für den Abend  verabredet.

Nach Überprüfung der Finanzen haben wir noch einmal mit Vlado gesprochen was noch benötigt wir. Wir konnten noch etwas Geld für Dämmmaterial da lassen.

Der Abschied viel wie immer allen schwer. Aber wir kommen so schnell wie möglich wieder. Versprochen.


Fazit: Es geht voran in der Auffangstation! Trotzdem fehlt es noch an allen Ecken und Enden. Auch Pepa, Maria und die Mädels von der Katzenhölle können immer dringend Hilfe gebrauchen.

 

Helfen Sie uns zu helfen! Auch unsere Tierfreunde in Bulgarien sind auf unsere Spenden angewiesen. Nur gemeinsam mit Euch/Ihnen kann diesen Straßentieren geholfen werden.

 

Danke
Ihre (Eure) Nicole König


Weitere Fotos folgen in den nächsten Tagen!

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