Zu Besuch beim Tierschutzverein Franziskushof e.V.


  Ein schöner Nachmittag auf dem Franziskushof  - 26.Juni 2010

  (Bericht:Katja

Katja ,Sigrun & Evelyn
Katja ,Sigrun & Evelyn
Katja , Bettina & Evelyn
Katja , Bettina & Evelyn

Heute haben wir den Franziskushof in Kalletal besucht, der einigen vielleicht auch schon aus dem Fernsehen oder der Presse bekannt ist. Als wir vor dem Tor standen, dachten wir zunächst, der Hof sei geschlossen, da die Tür nicht zu öffnen war, aber nachdem wir geschellt und man uns reingelassen hatte, war klar, warum das so ist: Auf dem Hof ist tagsüber immer ein Rudel Hunde im Freilauf.  Wenn jeder einfach reinkommen könnte und die Hunde schneller sind, können diese auf die tagsüber nicht wenig befahrene Straße laufen, an der der Hof liegt... Wir wurden gleich von einer Schar Hunde begrüßt. Sie freuten sich, sprangen uns an, leckten uns die Hände. Andere wiederum lagen in ihren Körbchen oder Hütten im Schatten und dösten vor sich hin. Vor dem Haus stand ein Tisch, auf den wir einen Teil der Sachspenden legten (es wurden neben Handtüchern, Bettwäsche, Decken, einem Kratzbaum, 2 Katzenweidenkörben auch ein sehr gut erhaltener Kühlschrank von uns übergeben, gefüllt mit mehreren Päckchen Kaffee für die Helfer/innen des Hofes. Hier noch mal herzlichen Dank an die Tierfreunde Krefeld!!)

Nachdem die Hundeschar uns und wir sie begrüßt hatten, machten wir einen kleinen Rundgang, wobei wir von einer jungen, ehrenamtlichen Helferin begleitet wurden. Auf dem Franziskushof befinden sich derzeit ca. 40 Hunde, 80 Katzen und 5 Affen (diese stammen aus einem Zoo, der aufgelöst wurde; die Affen bleiben auf dem Hof und werden nicht vermittelt). Sie haben ein Innen- und ein Außengehege, wo sie z. B. klettern oder schaukeln können. Für die Hunde gibt es auch - neben dem Freilauf - diverse Gehege mit Hütten, Körben mit Decken und kl. Schwimmbecken zur Abkühlung... Zu den Katzen kamen wir später. Wir fragten, ob die Vorsitzende des Vereins da sei und wir ggf. mal mit ihr sprechen könnten, um uns vorzustellen. Man führte uns dann zu Frau Danyluk (1. Vorsitzende), die - umringt von vielen Hunden - gerade im Wohnzimmer saß. Wir stellten uns vor, berichteten kurz über unsere Ziele, und Frau Danyluk erzählte uns dann, wie es zur Entstehung des Franziskushofes gekommen war: Die Gründung sei gar nicht geplant gewesen. Sie und die 2. Vorsitzende, Frau Häger, hätten früher gemeinsam in einer  Behinderteneinrichtung gearbeitet und dort nebenbei obdachlose Katzen versorgt. Das Ganze sei dann immer mehr geworden.

Da die Tierheimhilfe Korschenbroich sich im Mai mit dem Angebot an uns wandte, für die Projekte, die wir unterstützen, Hundemäntelchen zu nähen, boten wir gleich an, dass z. B. für die 3 Nackthunde, die im Wohnzimmer auf einer Decke auf dem Sofa lagen, entsprechende Mäntelchen genäht werden, denn diese Hunde müssen im Sommer mit einem Öl eingecremt werden, damit ihre Haut nicht verbrennt, und im Winter frieren sie, da sie kein Fell haben... Frau Danyluk nahm das Angebot erfreut an und erzählte dann auch, dass sie auf dem Dachboden eine Menge an Flohmarktartikeln hätten, aber keiner Zeit finde, diese auf einem Flohmarkt anzubieten... Da aus unserem Team am morgigen Sonntag z. B. eine Tierfreundin in Porta Westfalica einen Flohmarkt für den Tierschutz machen wird, werden wir auch hier sicherlich eine Möglichkeit finden, auch für den Franziskushof mal tätig zu werden. Wir verabschiedeten uns dann von Frau Danyluk und vereinbarten, in Kontakt zu bleiben.

Dann führte uns Karin noch in das Katzengehege. Es sind mehrere Räume (in
denen nur kleinere Zweibeiner stehen können...), die mit vielen Katzensofas, -körben mit Decken etc. bestückt sind. Die Katzen haben auch die Möglichkeit, nach draußen auf eine Art Balkon zu gehen, um in der Sonne zu dösen (eingezäunt und gesichert). Es machte alles einen sauberen und netten Eindruck.

Wir sind froh, dass wir den Franziskushof persönlich besucht haben.

Liebe Grüße

Sigrun, Evelyn, Bettina & Katja