Funny Honey erzählt uns von ihrem Leben im Lager Khemmarat

Ein Bericht von Ulla Elsenheimer (April 2013)

Ich bin Funny Honey und lebe in dem Auffanglager in Khemmarat. Neben mir das ist meine Freundin, die Ulrike Brunner aus Deutschland. Sie war ja gerade zu Besuch bei uns und ich mag sie sehr. Aber lest einfach mal und TEILT meine Geschichte auch bei Facebook… Ich würde mich freuen, wenn ich dadurch ein paar Menschen für Ulrikes Projekt und somit für mich und meine vielen Hundekollegen begeistern könnte, damit uns weiterhin geholfen wird. Nur gemeinsam ist das zu schaffen… ;-) Wie Ihr helfen könnt, das schreibe ich unten rein! TEILEN auf Facebook und von uns erzählen hilft immer, aber auch finanzielle Unterstützung ist ganz dringend nötig… Selbst wenn jeder von Euch „nur“ 10 Euro im Monat spendete, würde doch einiges zusammen kommen und uns Hundis doch so sehr helfen…

Jetzt aber wieder zu mir:
Ich wurde in Thailand vom Hundefleischtransporter gerettet und in das Auffanglager Khemmerat gebracht, in dem ich auch noch lebe. Und ich muss schon sagen.. dank Ulrike und ihrem Team ist das Leben dort schon viel besser als früher, aber das muss auch dauerhaft so bleiben und einiges gibt es auch noch zu tun… Wir sind hier in Kemmerat zurzeit ca. 1.500 Hunde, die meisten werden da bis an ihr Lebensende verbleiben.

Also, die Ulrike ist eine super Frau mit einem großen Herz, der wir, die Hunde im Lager, sehr viel zu verdanken haben, einige sogar ihr Überleben… Und ich ein bisschen auch ein Prinzessinnen-Dasein… ♥

Also, als Ulrike bei uns war, habe ich mich einfach mal direkt an ihre Fersen geheftet… Denn wo sie war gab es immer Futter und viele Streicheleinheiten. Da ich total lieb bin, mit keinem Menschen oder Hund Probleme habe und auch keine ansteckenden Krankheiten habe durfte ich also fast immer bei ihr sein… Und ich musste nicht zurück in das Gehege, sondern darf weiterhin frei auf dem Lagergelände die Welt erobern und bekomme viele Streicheleinheiten von den Mitarbeitern hier. ♥ Somit genieße ich hier ein glückliches freies Hundeleben. Ich schleiche mich sogar ab und zu in das Haus der Mitarbeiter und hole mir da noch Streichler ab…

Wir haben neue Gehege bekommen, sodass die Rudel kleiner geworden sind, wir haben neue Futterinnen erhalten, damit der Fressneid weniger Opfer fordert, wir haben eine ärztliche Versorgung erhalten und Sand in den Gehegen, in dem wir buddeln können. Die Sterberate konnte von 10 Hunde/Tag auf 1 Hund pro Tag gesenkt werden… !

Klar, das ist nicht wie ein Kuschelkörbchen in einem westlichen Land und auch gibt es keine richtigen Maulkörbe, sondern Schlaufen aus buntem Band, die OP Tische stehen nicht in einem weißen Saal, aber hey, das geht klar, das alles ist für uns schon „Luxus“, stellt unser Überleben sicher und schadet auch gar nix… Wir sind 1.500 Hunde hier… Und kennen sowieso keine Kuschelkörbchen. Wir sind schon so froh mit dem, was wir nun durch Ulrike und ihr Team und den Spendern erhalten haben!

Und dass das auch zukünftig so bleibt und wir hier weiterhin (über-)leben können, bitte ich Euch von ganzem Hunde ♥ en

DANKE Euch allen für das Interesse und Eure Unterstützung ♥

 

Eure fröhliche Funny Honey

In Thailand wurde ich (illegal) eingefangen oder von meinen Besitzern gegen einen Plastikeimer verkauft. Ich wurde quer durchs Land gefahren und sollte mittels Boot in ein anderes Land transportiert werden und dort im Kochtopf landen. Könnt Ihr Euch das vorstellen? :‘( Manchmal und das immer öfter, werden diese Transporte gestoppt, meiner auch, und ich wurde dann in ein Auffanglager in Thailand gebracht.

Alleine in den Lagern Khemmarat und Nakhon sind zurzeit ca. über 3.000 Hundekollegen untergebracht, die meisten werden da bis an ihr Lebensende verbleiben. Aber die Bedingungen sind schwierig bis schlecht, da die finanziellen Mittel sehr begrenzt sind.


Der Quarantänebau: Im Moment werden noch die Wasser wie Stromanschlüsse verlegt. Danach kommt die Innenausstattung.


In einem Meeting vor Ort wurde im März 2013 in Absprache mit dem Manager folgendes beschlossen: Der Quarantänebau wird als OP Raum ausgebaut - Die „ ehemalige „ Halle in welcher operiert wurde wird saniert und dient dann als Krankenstation bis zur kompletten Fertigstellung haben wir den „Mamas„ mir ihren neu geborenen Welpen in dem Neubau „Nester„ gebaut damit sie sich ungestört um ihre Welpen kümmern können. Zuvor lagen die Mamas mit Welpen in der Futtersackecke wo allerdings nie Ruhe herrscht. Fast alle Hunde im Lager wurden bereits kastriert, weitere Kastrationen folgen.

Der größte Erfolg wurde durch neue Gehegebauten erzielt. Aus einer Handvoll großer Gehege entstanden nun viele kleine Gehege inkl. Verbindungsdurchgänge damit die Hunde wie zuvor nicht mehr von Gehege zu Gehege entweichen können. Die Rudel wesentlich kleiner sind was zur Folge hat, dass es bei den Fütterungen weniger Beißereien gibt, die Hunde untereinander sich besser vertragen, nach Verträglichkeit getrennt wurden.

Insgesamt ist die Lage wesentlich entspannter. Weitere Gehege befinden sich im Bau . Auch wurden feste Dächer gebaut da die Schutzplanen welche früher als Dach dienten ständig bedingt durch die Witterung kaputt waren.

Auch haben wir weitere Futterrillen inkl. Ständer finanziert. Ziel ist, dass in jedem Gehege mindestens 2 – 3 Futterrillen , 2 Liegebänke und ein festes Dach vorhanden ist. Die neuen Gehege wurden auf Betonboden gebaut und somit haben wir auch weniger Zecken.

Alle Hunde im Lager sind aktuell geimpft – Impfeinsatz März 2013. Die Hunde werden zurzeit einmal pro Tag mit Trockenfutter gefüttert.

Die Klinikhunde haben wir zusätzlich mit Dosenfutter und Frischfleisch versorgt. Dosenfutter ist in Thailand sehr teuer und kostet im Schnitt – 1 Dose 800 gr zwischen 2.10 € - 2.80 € welches wir in der 100 km entfernten Stadt, Ubon , gekauft haben. Auf dem örtlichen Markt haben wir täglich, zusätzlich Hühnchen gekauft und in unserem Hotel, gekocht inkl. Suppe. Leider ist eine konstante Nassfütterung aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht möglich.

Alles in allem sehen wir eine spürbare positive Entwicklung für die Hunde im Lager und sind auf dem richtigen Weg ihre Lebensbedingungen im Lager zu verbessern aber nur, wenn wir weiterhin alle zusammen mit anpacken.